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Marienweihe des Papstes birgt „große Hoffnungen auf Frieden“

In der Ukraine spiele sich eine unaussprechliche Tragödie ab, so der in Russland tätige Seelsorger Erich Maria Fink. Die Weihe Russlands und der Ukraine sei „dringender als je zuvor“.
Papst Franziskus bekennt sich zugleich zur Botschaft Mariens in Fatima
Foto: Evandro Inetti (ZUMA Wire) | „Es ist auch nicht mehr die Zeit, sich diplomatisch zurückzuhalten und auf politische und konfessionelle Empfindlichkeiten Rücksicht zu nehmen“, meint Fink. Dies scheine Papst Franziskus ebenfalls so zu sehen.

Der deutsche Pfarrer Erich Maria Fink, der seit Anfang 2000 als Seelsorger in Russland tätig ist, sieht in der Weihe Russlands und der Ukraine an das Unbefleckte Herz Mariens, die Papst Franziskus am Freitag vollziehen wird, ein „großes Zeichen der Hoffnung“. Er verbinde mit der angekündigten Weihe „große Hoffnungen auf Frieden unter den Völkern und auf Einheit unter den christlichen Gemeinschaften“, erklärt Fink in einem Beitrag für den bundesweiten christlichen Radiosender katholischer Prägung „Radio Horeb“.

Gefahr eines "Strudels der Gewalt"

Was sich derzeit in der Ukraine abspiele, sei „eine unaussprechliche Tragödie“, so Fink, der auch Mitherausgeber und Chefredakteur der im deutschen Sprachraum erscheinenden katholischen Monatszeitschrift „Kirche heute“ ist. Sein Beitrag erscheint darin ebenfalls. Finks Ansicht nach sei die Weihe jetzt „dringender ist als je zuvor. Denn es besteht die Gefahr, dass die ganze Welt in den Strudel der Gewalt hineingezogen wird“. In dieser Situation könne die Kirche nichts verlieren. 

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Diplomatischen Äußerungen und Worten der politischen oder konfessionellen Rücksichtnahme erteilt der Pfarrer zudem eine Absage: „Es ist auch nicht mehr die Zeit, sich diplomatisch zurückzuhalten und auf politische und konfessionelle Empfindlichkeiten Rücksicht zu nehmen.“ Dies scheine Papst Franziskus ebenfalls so zu sehen. „An Mut fehlt es ihm gewiss nicht, wie er im Augenblick eindrucksvoll unter Beweis stellt.“

Lob für den Mut des Papstes

Die Rettung des Friedens wäre „ein unglaublich starkes Zeichen“, so Fink weiter, besonders für die russisch-orthodoxe Kirche und die beiden Nationen selbst. Es bestehe kein Zweifel, „dass der Himmel gerade auf diesem Weg auch die Einheit zwischen Ost- und Westkirche wiederherstellen will“. Pfarrer Fink betont: „In dieser Stunde schmerzvoller Heimsuchungen setzen wir unser ganzes Vertrauen auf die Verheißungen der Gottesmutter von Fatima und ihren barmherzigen Rettungsplan.“ Man sei überzeugt, „dass Gott in der Finsternis und Verzweiflung unserer Tage das Geheimnis seiner Liebe besonders durch das Unbefleckte Herz Mariens aufleuchten lassen möchte“.

Mit der Weihe Russlands und der Ukraine an das Unbefleckte Herz Mariens stellt sich Papst Franziskus in eine Linie mit seinen Vorgängern und bekennt sich zugleich zur Botschaft Mariens in Fatima: Pius XII. hatte 1942 die ganze Welt und 1952 die Völker Russlands dem Unbefleckten Herzen geweiht. Auch Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. empfahlen die Welt auf diese Weise der Gottesmutter.  DT/mlu

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