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Kirche und AfD: Bentz verlangt Prüfung im Einzelfall

Engagement von AfD-Mandatsträgern in Gemeinden muss laut dem Paderborner Erzbischof mit den Grundüberzeugungen des Glaubens vereinbar sein.
Bentz zu AFD-Mandatsträgern in Pfarreien
Foto: IMAGO/BODE (www.imago-images.de) | Kirchengemeinden, in denen sich AfD-Mandatsträger engagieren, müssten sich fragen, ob deren politische Positionen mit den Grundüberzeugungen der Kirche vereinbar seien, sagte der Paderborner Erzbischof Udo Bentz.

Udo Markus Bentz, Erzbischof von Paderborn, fordert eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle von AfD-Mandatsträgern in kirchlichen Organisationen. Wie mehrere Nachrichtenagenturen berichten, sagte Bentz am Mittwoch im Berliner Podcast „Table Today“ des Medienhauses Table Media, wer Positionen der Alternative für Deutschland (AfD) vertrete, widerspreche im Zweifel christlichen Grundsätzen. Wörtlich erklärte er: „Die unantastbare Menschenwürde ist die Grundlage unseres freiheitlichen Zusammenlebens und der Glutkern unseres christlichen Glaubens.“

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Kirchengemeinden, in denen sich AfD-Mandatsträger engagieren, müssten sich fragen, ob deren politische Positionen mit den Grundüberzeugungen der Kirche vereinbar seien. Dabei spiele es keine Rolle, in welcher Funktion sich Parteivertreter einbrächten – ob im Pfarrgemeinderat, im Kirchenvorstand oder etwa als Religionslehrkraft. Es brauche intensive Gespräche; zudem müsse im Einzelfall über mögliche Konsequenzen entschieden werden.

Kirche muss Demokratie verteidigen

Die Aufgabe der Kirche bestehe darin, die Werte des Evangeliums in die Gesellschaft hineinzutragen. Deshalb komme ihr auch eine Rolle bei der Verteidigung der Demokratie zu. Christliche Werte seien „wesentliche Werte“, die die Demokratie stärkten – Werte, „von denen das Grundgesetz lebt und auf denen unsere freiheitliche Grundordnung aufbaut“.

Von seiner Kritik ausgenommen hat Bentz hingegen die Wählerinnen und Wähler der AfD. „Das Wahlgeheimnis ist etwas sehr Kostbares und ein hohes Gut in einer Demokratie. Wir müssen vielmehr die Sorgen der Menschen aufnehmen und ernst nehmen“, sagte der Erzbischof.  DT/dsc

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