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Kramp-Karrenbauer: Merkel soll Kanzlerin bleiben

Die CDU-Vorsitzende erteilt den Forderungen nach einem Rückzug Angela Merkels als Bundeskanzlerin eine Absage. Damit hatte die konservative „Werteunion“ jüngst für Schlagzeilen gesorgt.
Kramp-Karrenbauer stärkt Merkel den Rücken
Foto: Bernd von Jutrczenka (dpa) | "Ich sehe im Moment weder in der CDU noch in der SPD relevante Stimmen, die sich mit diesem Thema ernsthaft befassen“, äußerte sich Kramp-Karrenbauer zu den Forderungen nach Merkels Rücktritt.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Forderungen nach einer Ablöse Angela Merkels als Bundeskanzlerin eine Absage erteilt. „Ich sehe im Moment weder in der CDU noch in der SPD relevante Stimmen, die sich mit diesem Thema ernsthaft befassen“, erklärte Kramp-Karrenbauer gegenüber dem Nachrichten-Kanal Reuters TV. Dies sei auch richtig so, „denn wir haben eine Kanzlerin und wir wollen, und ich an der Spitze will, dass Angela Merkel auch Kanzlerin bleibt“.

Vorsitzender der Werteunion fordert Amtsübergabe an AKK

Zuvor hatte der Vorsitzende der konservativen „Werteunion“ in der CDU, Alexander Mitsch, Merkels baldigen Rücktritt gefordert. Im Gespräch mit der „Passauer Neuen Presse“ meint Mitsch: „Es wäre für die Union das Beste, wenn Frau Merkel ihr Amt geordnet und möglichst bald an AKK übergibt.“ Nur mit einem erneuerten Kabinett lasse sich ein notwendiger Politikwechsel in Deutschland einleiten. Dieser sei insbesondere in der Migrations- und Wirtschaftspolitik notwendig.

Weshalb der Vorsitzende der Werteunion den vorzeitigen Rückzug der Kanzlerin fordert, erklärte er mit folgenden Worten: „Ich gehe davon aus, dass die SPD spätestens nach den Landtagswahlen im Osten panikartig die Koalition verlassen wird. Die CDU muss sich darauf vorbereiten und sollte proaktiv den Wechsel im Kanzleramt betreiben.“

Werteunion plädierte bereits 2018 für konservativen Kurswechsel

Forderungen nach einem Rücktritt Merkels aus den Reihen der Werteunion sind nicht Neues. Bereits im April 2018 hatte diese mit einem „Konservativen Manifest“ für einen Kurswechsel innerhalb der Union plädiert

DT/mlu

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