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"Werteunion": Neuer Unionskurs und "Konservatives Manifest"

Die Ablösung Angela Merkels als CDU-Vorsitzende, Ehe und Familie als Grundlage der Gesellschaft und die Bekämpfung von Extremisten sind die Hauptforderungen,die die konservativen Unionspolitiker der "Werteunion" nun fordern. Die Verfasser des Papiers verstehen sich nicht als Abtrünnige.
Alexander Mitsch
Foto: Uli Deck (dpa) | ARCHIV - 25.03.2017, Baden-Württemberg, Schwetzingen: Alexander Mitsch (CDU), Vorsitzender des neu gegründeten Verbands Freiheitlich-konservativer Aufbruch in der Union (FKA), nach der Gründungsveranstaltung eine ...

Die vor einem Jahr gegründete „Werteunion“ aus CDU- und CSU-Politikern will mit einem „Konservativen Manifest“ den Kurs der Union ändern. Zudem spricht sie sich für eine Ablösung von Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Spitze der CDU aus. In dem der „Rheinischen Post“ (Freitag) vorliegenden Entwurf heißt es, Ehe und Familie und das Leitbild „Vater, Mutter, Kinder“ seien die wichtigsten Grundlagen der Gesellschaft.

Ferner müssten rechte, linke und islamistische Extremisten kompromisslos bekämpft, die doppelte Staatsbürgerschaft abgeschafft, die Wehrpflicht wieder eingeführt und Arbeitnehmer von Sozialabgaben entlastet werden. Darüber hinaus spreche sich der Zusammenschluss für eine restriktivere Migrationspolitik und die Bewahrung von Gottes Schöpfung aus.

Das Papier soll bei der Bundesversammlung der „Werteunion“ an diesem Samstag im baden-württembergischen Schwetzingen verabschiedet werden. Deren Vorsitzender Alexander Mitsch sagte der Zeitung, Merkel solle bei der Wahl zum CDU-Vorstand im Herbst nicht wieder antreten und so den Weg für eine Erneuerung der Partei freimachen.

Der stellvertretende CDU-Fraktionschef im nordrhein-westfälischen Landtag, Gregor Golland, ergänzte, die Mitglieder der „Werteunion“ seien keine Abtrünnigen der Partei: „Sie fühlen sich nur nicht mehr so zu Hause wie früher. Deswegen müssen wir mit ihnen reden. Viele denken ähnlich wie sie, trauen sich das aber nicht öffentlich zu sagen.“ Merkel habe mit ihrer Flüchtlingspolitik die Partei und das Land verändert. „Politik muss man erklären, wenn man sie verändern will.“

Baden-Württembergs CDU-Chef Thomas Strobl sagte der Zeitung, die Partei lebe immer von ihren drei Wurzeln - der sozialen, der liberalen und der konservativen. Die CDU starte jetzt einen umfassenden Prozess für ein neues Grundsatzprogramm: „Hier dürfen und sollen sich alle in der Partei einbringen. Da gilt: Nicht meckern, sondern machen.“

DT/KNA

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