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Betroffenenbeirat weist Kritik an Kardinal Woelki zurück

Kardinal Woelki sind keine Fehler in der Aufarbeitung vorzuwerfen. Der Betroffenenbeirat kritisiert die Berichterstattung im WDR und stellt klar, dass es keinen Kuschelkurs gebe.
Blick auf den angestrahlten Kölner Dom
Foto: Oliver Berg (dpa) | Zu Beginn der Auszeit von Kardinal Woelki übt der Betroffenenbeirat im Erzbistum Köln scharfe Kritik an der Berichterstattung.

Kritik an der WDR-Berichterstattung über die Auszeit von Kardinal Woelki übte der Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln in einer Erklärung, die der Tagespost vorliegt. Zur beginnenden Auszeit von Kardinal Woelki sei am 12.10.2021 in der WDR Lokalzeit Köln folgendes gesagt worden: „Papst Franziskus hatte Kardinal Woelki große Fehler bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Erzbistum vorgeworfen.“ Wenn man die Entscheidung des Papstes mit der Aussage im WDR vergleiche, stellen die Beiräte fest, dann stelle man fest, dass die WDR-Aussage nicht der Wahrheit entspreche. Die Vorgehensweise bei der Aufarbeitung durch den Erzbischof von Köln werde hingegen seitens des Vatikan ausdrücklich gelobt.

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Es gab Fehler

Fehler, so die Vertreter der Betroffenen seien Kardinal Woelki hauptsächlich in der Kommunikation vorgeworfen worden. Diese Einschätzung bestätigt auch der Betroffenenbeitrat in seiner Erklärung, schränkt jedoch ein, dass eine solch schwierige Aufgabe kaum perfekt zu lösen sei. Immerhin habe sich der Erzbischof von Köln als Erster an ein solch heißes Eisen gewagt. Eine Blaupause dafür habe es nicht gegeben. Scharfe Kritik äußert der Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln an den Kritikern des Kardinals. Niemand in den Medien habe sich die Mühe gemacht und genau hingeschaut. Damit spielen die Vertreter den Betroffenen im Erzbistum Köln besonders auf das nicht veröffentlichte erste Gutachten an, das erhebliche Mängel aufgewiesen habe.

Lob für den Papst

Ausdrücklich begrüßt der Betroffenenbeirat die Entscheidung des Papstes Kardinal Woelki im Amt zu lassen. Dem Papst werde vorgeworfen, dass er im Sinne der Institution Kirche gehandelt habe, aber nicht im Sinne der Gläubigen und der ehrenamtlich in der Kirche Tätigen, so der Betroffenenbeirat in seiner Erklärung. Dem widersprechen die Vertreter der Betroffenen insbesondere mit Blick auf die erfolgte Aufarbeitung. Man sei froh, dass die Aufarbeitung so durchgeführt worden sei und werde. Wenn Kardinal Woelki durch einen anderen Bischof ersetzt worden wäre, hätte man seitens der Betroffenen nur Verzögerungen befürchtet. Wieder einmal wären die Betroffenen die Leidtragenden gewesen.

Schwere Aufgabe

Ebenfalls scharfe Kritik äußerte der Betroffenenbeirat an der Tatsache, dass man ihnen wegen ihrer Kooperation mit dem Bistum seitens der Medien und seitens ehemaliger Mitglieder schwer mache. Man habe sich in die Erstellung des Gercke-Gutachtens eingebracht. Man habe das Gutachten durchgearbeitet und anschließend einige Forderungen gestellt, die aus Sicht der Betroffenen aus dem Gutachten ergeben und die seitens des Erzbistums umgesetzt werden sollten. Man sie nicht krawallig, sondern kooperativ, was als vermeintlicher Kuschelkurs ausgelegt werde. Mit Blick auf die Eigenständigkeit der Arbeit weisen die Mitglieder des Betroffenenbeirat diese Unterstellung zurück. DT/pwi

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