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Kölner Betroffenenbeirat verteidigt Papst-Entscheidung im Fall Woelki

Über Woelki äußere man sich weiterhin fast ausschließlich negativ, beklagt der Kölner Betroffenenbeirat. Dass der DBK-Vorsitzende Bätzing „Leichen“ im Keller habe, erkenne man nicht.
Kardinal Woelki bleibt im Amt
Foto: Rolf Vennenbernd (dpa) | „Man weiß ja, dass Kardinal Woelki für Manchen in der Bischofskonferenz ein Dorn im Auge ist", meint Bringmann-Henselder.

Der Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln hat die Entscheidung von Papst Franziskus, den Kölner Kardinal und Erzbischof Rainer Maria Woelki im Amt zu belassen, ihm aber gleichzeitig eine mehrmonatige Auszeit zu gewähren, gegen Kritik verteidigt. „Es fällt und stößt einem auf, dass man sich weiterhin fast ausschließlich über einen Kardinal negativ äußert und man nicht erkennt, dass der eigene Vorgesetzte und Vorsitzende der Bischofskonferenz selber noch genügend ,Leichen‘ im Keller hat“, so der Vorsitzende des Betroffenenbeirats, Peter Bringmann-Henselder, in einer Stellungnahme. 

"Wann werden seine Vertuschungen aufgedeckt?"

Weiter fragt Bringmann-Henselder in Bezug auf den Vorsitzenden derDeutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing: „Wann werden seine Vertuschungen aufgedeckt?“ Man könne meinen, dass der Betroffenenbeirat der DBK von seinem eigenen Vorsitzenden instrumentalisiert werde. 

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Der Betroffenenbeirat der DBK hatte die vom Papst gewährte Auszeit für den Kölner Kardinal zuvor kritisiert. Dadurch sei das Erzbistum Köln in eine noch schwierigere Situation gerutscht, sagte die Sprecherin Johanna Beck der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Es hätte stattdessen eine klare Entscheidung gebraucht, die jetzt aber hinausgezögert worden sei. Das Erzbistum drohe nun noch schneller ins Chaos abzugleiten.

Hierauf entgegnet Bringmann-Henselder: „Man weiß ja, dass Kardinal Woelki für Manchen in der Bischofskonferenz ein Dorn im Auge ist. Das ist vielleicht der Grund, warum Mitglieder des Betroffenenbeirates der DBK bei den Kampagnen gegen Woelki hilfreich zur Seite standen und stehen.“

Papst-Aussagen sind nicht verstanden worden

Offensichtlich, so Bringmann-Henselder weiter, hätten viele derer, die nach wie vor die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Köln kritisierten, die Aussagen des Papstes nicht gelesen oder nicht verstanden. Er betont, die Aufarbeitung werde von Rom in keiner Weise kritisiert, sondern nur die Fehler in der Kommunikation. Die habe Woelki selbst jedoch auch zugegeben. „Das wiederum zeigt, dass er durchaus auch selbstkritisch ist.“

Zudem sei die Aussage, dass viele Betroffene mit der Entscheidung des Papstes nicht einverstanden sind, rein populistisch, meint Bringmann-Henselder. „Wer sind ,viele‘? Hier sollte man nicht von sich auf alle anderen schließen.“  DT/mlu

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