In Augsburg hat am Sonntag der zweite Tag der Mehr-Konferenz von Johannes Hartl und seinem Team unter dem Motto „The Sound of Joy“ stattgefunden. Rund 11.000 Personen waren anwesend, darunter zahlreiche Familien und rund 600 Kinder. Zu den 160 Ausstellern gehören christliche Organisationen und Initiativen wie der „Adoratio-Kongress“, „Mercy-Ships“ die Malteser, der Freiwilligendienst „Offenes Herz“ und die Gemeinschaft Emmanuel.
Der Morgen begann mit Lobpreismusik von der katholischen Musikerin Veronika Lohmer und ihrer Band. „Wir starten mit zwei Taizé-Liedern, um in Gottes Gegenwart anzukommen“, so die Bühnenansage. „Heute müssen wir nicht schnell irgendwo hingehen. Gott ist schon hier.“ Im Anschluss daran hielten Gebetshaus-Missionar Elias Glaeser und Johannes Hartl Vorträge. Sein bewegender Moment sei gewesen, dass ein Mann vom Sicherheitsdienst ihm am Vorabend mitgeteilt habe, gläubig geworden zu sein. Das sagte Hartl in einem Interview mit dem Fernsehsender EWTN. Den Sicherheitsmann hätten die spürbare Atmosphäre und die Vorträge zum Glauben an Gott gebracht.
„Er ist wirklich gegenwärtig”
Der Iraner Mojtaba Barahimi gab davon Zeugnis, wie er Christ wurde und dafür drei Jahre im Gefängnis verbringen musste. „Es wurde eine Reise mit Jesus, der an meiner Seite selbst gelitten hat. Ich ging den Leidensweg mit ihm – durch die Kraft seiner Auferstehung“, erzählte er dem gebannten Publikum. Nachmittags hielt der US-amerikanische Bestsellerautor John Eldredge einen Vortrag über „das tiefe Leben des Herzens und innere Heilung, die Christus uns bringt“. Danach sprachen der international renommierte Astrophysiker Heino Falcke und Beke Glaeser, Missionarin im Gebetshaus Augsburg, machte mit dem Publikum eine Übung zum Thema Stille und Kontemplation.
Die Eucharistiefeier hielt der Augsburger Weihbischof Florian Wörner. Er predigte über die reale Gegenwart Christi in der Eucharistie, welche nicht symbolisch zu verstehen sei. „Er ist wirklich in Gestalt von Brot und Wein gegenwärtig“, sagte Wörner. „Was wir jetzt in der Messe feiern, ist keine Show. Nein, das Licht, die wunderbare Musik, unsere liturgische Kleidung, der Weihrauch, die Kerzen – stehen ganz im Dienst dieses unsichtbaren Gottes, der in dieser Feier greifbar wird.“
Am Abend folgten unter anderem ein Vortrag vom evangelischen Landesbischof Tobias Bilz und ein Interview mit der Olympia-Goldmedaillengewinnerin Yemisi Ogunleye. Sie bestätigte, dass auch im leistungsorientierten Profisport der Glaube eine lodernde Flamme bleibt, durch ihre Erzählungen von gemeinsamen Gebeten im olympischen Dorf. Zum Abschluss gaben die „O’Bros“, das christliche deutsche Rap-Duo der Brüder Maximilian und Alexander Oberschelp, ein Konzert. In ihrem jugendlichen Rap verpackten sie Humor und Glauben und faszinierten so generationenübergreifend die Teilnehmer im randvollen und bebenden Saal.
Unter die Teilnehmer mischten sich auch prominente Gäste, wie der ehemalige WELT-Journalist Robin Alexander. Die Mehr-Konferenz endet am Dienstagmittag. Bis dahin folgen zahlreiche Gebetszeiten und Vorträge, zum Beispiel von der K-TV-Moderatorin Christin Brüning. Weiterhin besteht die Möglichkeiten zur Begegnung mit anderen Christen und den Ausstellern. DT/elih
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