Steffen Krach wirkt müde. Der erste Austausch mit der Moderatorin versandet. Nur noch zehn Tage bis zur Berliner Abgeordnetenhauswahl. Der stilbewusste Mann im hellbeigen Anzug atmet kurz durch. „Ich höre auch gerne zu, ich habe so viel geredet in den letzten 24 Stunden“, sagt er dann.Lange kämpfte der SPD-Spitzenkandidat im Wahlkampf damit, dass ihn viele Berliner schlichtweg nicht kannten. Jetzt hat er ein neues Problem: Am Vortag ist bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Hannover gegen Krach ermittelt. Dabei soll es um die Weitergabe von Geschäftsgeheimnissen im Rahmen einer Ausschreibung gehen. Außerdem besteht der Anfangsverdacht der Vorteilsannahme in zwei Fällen.
Wird das rote Rathaus richtig rot?
Die SPD hält in Berlin Abstand zur Linkspartei. Aber bleibt das nach der Wahl so? Wahlkampfimpressionen aus der Hauptstadt.
