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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
Plus Inhalt Politische Krise in Deutschland

Die erlahmte Mitte

Die Regierung will keinem auf die Füße treten, am Ende treten alle auf der Stelle. Das Resultat ist Verunsicherung. Ein Zwischenruf.
Sitzung des Deutsches Bundestages
Foto: Florian Gaertner (www.imago-images.de) | Führungsprobleme beim Kanzler: In so viele Richtungen könnte Friedrich Merz gehen. Aber wohin er sich auch wendet, irgendeinen wird er immer vergraulen.

Seit anderthalb Jahren kündigt die Bundesregierung große Reformen an: Rente, Sozialversicherung, Staatsfinanzen, Bürokratie, Wettbewerbsfähigkeit. Bei den einen weckt das hoffnungsvolle Erwartungen, bei den anderen Ängste. Dabei ist trotz einer Reihe kleinerer Maßnahmen bei den großen strukturellen Reformvorhaben bislang kaum etwas geschehen. Das Ergebnis ist regelrecht kunstvoll absurd. Diejenigen, die Reformen für nötig halten, werden zunehmend frustriert, weil es bei Ankündigungen bleibt, während die Ängste derjenigen, die um bestehende Sicherheiten bangen, durch die Ankündigungen überhaupt erst mobilisiert werden. Am Ende ist niemand zufrieden, aber fast jeder gereizter. Die Mitte hat Angst vor Zumutungen Das Problem ist dabei ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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