Das Wort Pazifismus wirkt heute etwas aus der Zeit gefallen. Es klingt nach Wollsocken, Ostermärschen und Demonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss – also wie ein Relikt aus den 1980er-Jahren. Und dennoch bekommt die Debatte rund um den Pazifismus, der jede Anwendung von Gewalt – insbesondere militärischer – grundsätzlich ablehnt und sich für die Erhaltung des Friedens einsetzt, wieder mehr Gewicht. Spätestens seit der vom früheren Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ausgerufenen „Zeitenwende“ nach dem russischen Überfall auf die Ukraine und der damit verbundenen neuen militärischen Aufrüstung für mehr Verteidigungsfähigkeit und Abschreckung.
Pazifismus nach der Zeitenwende
Mit der vom Verteidigungsminister beschworenen „Kriegtüchtigkeit“ hadern alle Pazifisten. Doch die Unterschiede liegen woanders.
