Der mächtige König David

Habt ihr Lust, mehr über eine ganz wichtige Gestalt des Alten Testaments zu erfahren?  Dann lest die folgende kleine Geschichte oder lasst sie euch vorlesen! 
Lilly und Bob lernen etwas über König David.
Foto: Alexander von Lengerke | Lilly und Bob lernen etwas über König David.

 Opa: Hallo Lilly! Hallo Bob! Na, wie geht es euch heute?
Lilly: Guuut!
Bob: Erzählst du uns wieder eine Geschichte? Bitte, bitte!
Opa: Ihr seid aber munter…. Ja, was wollt ihr denn für eine Geschichte hören?
Bob: Eine aus der Bibel! 
Opa: Ich könnte euch die Geschichte von König David erzählen, wenn ihr möchtet. 
Lilly: Oh ja!
Opa: Na gut. Also, David war der berühmteste König von Israel. Israel ist heute ein Staat in Vorderasien an der Ostküste des Mittelmeeres. Damals war mit Israel vor allem das „Volk Israel“ gemeint, das Gott erwählt hatte. Bevor David König über die Israeliten wurde, war er nur ein armer Hirtenjunge. Er hatte sieben ältere Geschwister und stammte aus Betlehem, wo später auch Jesus geboren wurde. Allerdings lebte er dort etwa 1  000 Jahre vor Jesus. Gott sandte den Propheten Samuel zu Davids, ….
Bob: Mein Schulfreund heißt auch Samuel!
Lilly: Psst…

Schäfer, Musiker und König

Opa: Gott sandte den Propheten Samuel zu David, um ihn zum neuen König zu salben. Zunächst ließ Samuel alle Söhne des Isai – das ist der Vater von David – versammeln, um einen von ihnen auszuwählen. Aber der jüngste Sohn, David, der beim Schafehüten war, der fehlte noch. Samuel ließ ihn rasch herbeiholen. Als er dann hereinkam, sagte Gott zu Samuel: „Auf, salbe ihn! Denn er ist es.“ 
Lilly: Und warum genau ER? 
Opa: In der Bibel steht geschrieben: „Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der HERR aber sieht das Herz.“ Auch wenn wir Menschen andere häufig nach ihrer Stärke, Größe und Wichtigkeit beurteilen – Gott beurteilt ganz anders. Für ihn ist jedes Kind so wichtig wie ein mächtiger König. Und Gott sieht uns ins Herz und sieht, was in uns steckt, auch wenn wir es selber noch gar nicht sehen. David war übrigens auch ein sehr guter Musiker. Er konnte so die Stimmung der Menschen positiv beeinflussen. 
Lilly: Was spielte König David denn für ein Instrument?
Opa: Er spielte prima Harfe und Flöte und war ein großer Songwriter. Seine 150 besten Lieder kennt man heute noch. Sie heißen Psalmen. Später können wir auch noch meinen Lieblingspsalm gemeinsam beten, wenn ihr wollt. 

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Bob: Ja, unbedingt!
Lilly: Weiter in der Geschichte bitte… 
Opa: Also David wurde nun gesalbt, mitten unter seinen Brüdern. Das Land, in dem die Israeliten wohnten, war damals durch die mächtigen Philister, einem ehemaligen Seefahrervolk, bedroht. Eines Tages zogen die Philister in den Kampf gegen König Saul und die Israeliten. Und unter den Philistern war ein ganz besonders großer und starker Mann, fast schon ein Riese.  Sein Name war Goliat. 
Bob: Wie groß war er?
Opa: Er war „sechs Ellen und eine Spanne“ groß. Das entspricht fast drei Meter. Aber egal, welche Größe er genau hatte, er war definitiv der stärkste Krieger der Philister, vor dem jeder Angst hatte.
Bob: Dem möchte ich nicht begegnen….
Opa: Ja, ich auch nicht. Und dieser große Mann verhöhnte nun jeden Tag die Israeliten. Er forderte von ihnen: „Wählt euch doch einen Mann aus! Er soll zu mir herunterkommen. Wenn er mich im Kampf erschlagen kann, wollen wir eure Knechte sein. Wenn ich ihm aber überlegen bin und ihn erschlage, dann sollt ihr unsere Knechte sein und uns dienen.“ Daraufhin erschraken die Israeliten natürlich sehr und niemand wagte es, gegen den Riesen anzutreten. 
Lilly: Außer David, der hat sich dann getraut! Stimmt´s?
Bob: Lass Opa erzählen…

Mit einer Steinschleuder gegen einen Riesen

Opa: Eines Tages besuchte David seine Brüder, die auch unter den Soldaten von Saul waren und brachte ihnen etwas zu essen, als Goliat wie jeden Tag hervortrat und die Israeliten und ihren Gott verspottete. 
Lilly: Der ist so gemein!
Opa: David glaubte, dass Gott auch jetzt seinem Volk helfen wollte. Deshalb nahm er seinen ganzen Mut zusammen und sagte zu König Saul: „Niemand soll wegen diesem Philister den Mut sinken lassen. Ich werde hingehen und mit ihm kämpfen.“
Bob: Hatte David denn gar keine Angst vor Goliat?
Opa: Er hat sich bestimmt sehr gefürchtet. Aber er vertraute mehr auf Gott. Zunächst wollte König Saul nicht, dass David sich im Zweikampf Goliat stellte, denn er war noch so jung.
Lilly: Wie alt war er denn?
Opa: Vielleicht so um die 15. David überredete Saul schließlich und dieser bot ihm zum Schutz seine eigene königliche Rüstung an. Aber die war so schwer, dass David damit nicht einmal laufen konnte. Deshalb ging er lieber ohne Rüstung in den Kampf. Er nahm stattdessen seinen Hirtenstab, seine Steinschleuder und fünf ganz glatte Kieselsteine mit. 
Bob: Eine Steinschleuder?
Opa: Ja, eine Steinschleuder und Kieselsteine. Und mit der Schleuder in der Hand ging er dann auf den Philister zu. Und dieser blickte voll Verachtung auf den kleinen unbewaffneten David und machte sich über ihn lustig. David entgegnete ihm: „Du kommst zu mir mit Schwert und Speer, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN, des Gottes Israels, den du verhöhnt hast. Er wird dich in meine Hand geben.“ 
Bob: Und dann?
Opa: Als Goliat weiter vorrückte und immer näher an David herankam, lief David schnell auf ihn zu. Er griff in seine Hirtentasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn ab und traf den Philister an der Stirn. Der Stein drang in die Stirn ein und Goliat fiel mit dem Gesicht zu Boden. Als die anderen Philister sahen, dass ihr stärkster Mann tot war, flohen sie.
Bob: Woooow!
Lilly: Woher konnte David denn so gut mit der Steinschleuder zielen?

Mit Gottes Hilfe

Opa: David war Hirte und damals mussten die Hirten ihre Herden vor vielen gefährlichen Raubtieren verteidigen. 
Bob: Und Gott hat David auch geholfen!
Opa: Ja, Gott stand David bei. Daraufhin lebte David dann als angesehener Krieger und als Musiker an Sauls Königshof und wurde später – wie es der Prophet Samuel angekündigt hatte – Sauls Nachfolger.
Lilly: Du wolltest uns noch deinen Lieblingspsalm verraten!
Opa: Das kann ich gerne machen. Das ist der Psalm 23. Er geht folgendermaßen: 
„Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher. Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.“
Lilly und Bob sind die zwei Helden im „YOUCAT for Kids“, dem 2018 erschienenem Kinder- und Elternkatechismus.

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