Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Abstimmung im Ständigen Rat

Der Synodale Ausschuss spaltet die deutschen Bischöfe

Vier Bischöfe respektieren die Unvereinbarkeit des Synodalen Rats mit der sakramentalen Verfassung der Kirche.
Stefan Oster im Gespräch mit anderen Bischöfen
Foto: IMAGO/Peter Back (www.imago-images.de)

Der Ständige Rat der deutschen Bischöfe hat bei seiner Sitzung zu Beginn der Woche die Satzung des Synodalen Ausschusses angenommen – mit Ausnahme der Bischöfe von Eichstätt, Köln, Passau und Regensburg, die nicht mit abstimmten. Der Synodale Ausschuss soll den von Rom untersagten Synodalen Rat vorbereiten und von 23 deutschen Bistümern gemeinsam finanziert werden. 

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Die vier Oberhirten Gregor Maria Hanke OSB, Stefan Oster SDB, Kardinal Rainer Maria Woelki und Rudolf Voderholzer teilten am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mit, sie wollten den Weg zu einer synodaleren Kirche weiter im Einklang mit der Weltkirche gehen. In römischen Einsprüchen zum Synodalen Weg in Deutschland sei bislang immer wieder deutlich geworden, dass ein „Synodaler Rat“, wie er im Beschluss des Synodalen Weges vorgesehen und formuliert worden war, nicht mit der sakramentalen Verfassung der Kirche vereinbar sei.

Vier Bischöfe wollen Ende der Weltbischofssynode abwarten

Wörtlich heißt es in der Stellungnahme, am Synodalen Ausschuss, dessen erklärtes Ziel aber die Einrichtung eines Synodalen Rates sei, wolle man daher auch weiterhin nicht teilnehmen. Die vier genannten Bischöfe teilen auch nicht die Rechtsauffassung, dass die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) Träger des Synodalen Ausschusses sei, wenn vier Mitglieder der Konferenz das Gremium nicht mittragen.

Die genannten Bischöfe werden zunächst das Ende der Weltbischofssynode und deren Ergebnis abwarten, um danach zu entscheiden, wie es im Einklang mit der Weltkirche zu Umsetzungsschritten hin zu einer synodaleren Kirche kommen kann.  DT/reg

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