Papst Leo XIV. besucht vom 6. bis 12. Juni Spanien. Die Reise führt ihn nach Madrid und Barcelona sowie zum Abschluss auf die Kanarischen Inseln Teneriffa und Gran Canaria. Dies berichtet das Portal „Vatican News“ unter Berufung auf das Presseamt des Heiligen Stuhls.
Der Besuch beginnt in Madrid, wo Leo XIV. eine Heilige Messe feiern und an einer Jugendvigil mit Hunderttausenden junger Menschen teilnehmen wird – vermutlich im und um das Bernabéu-Stadion. Geplant sind zudem Treffen mit den spanischen Bischöfen sowie mit Königshaus und Regierung. Ein Besuch in einem Caritas-Zentrum soll eine erste pastorale Geste markieren.
In Madrid trifft der Papst außerdem mit Vertretern der Universität im Kloster San Lorenzo de El Escorial zusammen, einem für ihn bedeutsamen Ort aufgrund seiner Verbindung zum Augustinerorden. Ebenfalls vorgesehen ist eine Begegnung mit Priestern, Ordensleuten und Seminaristen. Spanien sei ein Land, dessen Identität stark vom christlichen Glauben geprägt wurde, das jedoch zugleich die Folgen der Säkularisierung spüre, heißt es in der Ankündigung.
Gaudí-Gedenken und Migration
Anschließend reist der Heilige Vater nach Barcelona, wo er nach einer Großveranstaltung im Olympiastadion Montjuïc die Sagrada Familia besucht. Anlässlich des hundertsten Todestags des Architekten Antoni Gaudí gedenkt Leo XIV. des Schöpfers der noch im Bau befindlichen Sühnekirche. Papst Franziskus hatte Gaudí im April 2025 zum „ehrwürdigen Diener Gottes“ erklärt; derzeit prüft die Kirche ein mögliches Wunder auf seine Fürsprache. Am 10. Juni soll in Anwesenheit des Papstes der Bau des höchsten Turms, des Turms von Jesus, geweiht werden.
Die Reise endet auf den Kanarischen Inseln. Die spanische Inselgruppe vor der Nordwestküste Afrikas gilt als eine der wichtigsten Migrationsrouten von Afrika nach Europa. Zehntausende Menschen erreichen jedes Jahr über den Atlantik die Inseln. Dort will sich der Papst vor Ort über die humanitäre Lage im Kontext der atlantischen Migrationsbewegungen informieren. Eine Reise auf die Kanaren habe bereits Papst Franziskus besonders am Herzen gelegen, berichtet „Vatican News“.
Der Besuch markiert die Rückkehr eines Papstes nach Spanien, fünfzehn Jahre nach Benedikt XVI. zum Weltjugendtag 2011. Damals nahm Robert Prevost als Generalprior der Augustiner teil, was dieser Reise eine persönliche Note verleiht. Papst Franziskus hatte Spanien während seines Pontifikats nicht besucht DT/jg/jna
Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.











