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Leo XIV.: „Europa braucht neuen Frühling für die Familie“

Der Papst spricht vor EU-Parlamentariern von einer "drastischen Sterilität" Europas und verurteilt "angeblich familienfreundliche politische Maßnahmen".
Leo XIV. Empfang Intergruppe für Demografie
Foto: Imago/Catholicpressphoto | Papst Leo XIV. beim Empfang von Mitgliedern der fraktionsübergreifenden Intergruppe für Demografie des Europäischen Parlaments im Vatikan.

Papst Leo XIV. hat sich besorgt über die demografische Entwicklung Europas geäußert und eine stärkere Förderung von Familien gefordert. Am Montag warnte der Papst im Vatikan Mitglieder der fraktionsübergreifenden „Demography Intergroup“ (dt.: „Intergruppe für Demografie“) des Europäischen Parlaments vor den Folgen einer alternden Gesellschaft. Die Delegation befand sich anlässlich einer Konferenz zu Familie und Demografie im Vatikan.

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Europa stehe vor einer „dringenden Herausforderung“ mit konkreten Folgen für Millionen Menschen und Familien, erklärte Leo XIV. Mit Blick auf die sinkenden Geburtenzahlen sprach der Papst von zahlreichen Problemen, darunter einer „Pandemie der Einsamkeit“. Demografische Daten seien „nicht bloß Statistiken, sondern sprechen von Vaterschaft, Mutterschaft und Kindern“. Wörtlich betonte er: „Kinder sind die Zukunft.“

Zudem übte der Papst Kritik an politischen Entwicklungen innerhalb Europas. Die Abkehr von der christlichen Inspiration der Gründerväter der Europäischen Union habe zu einer „drastischen Sterilität“ geführt – nicht nur, weil „zu vielen das Recht genommen wurde, geboren zu werden“, sondern auch, weil jungen Menschen materielle und kulturelle Hilfen für die Zukunft fehlten. Leo XIV. kritisierte „angeblich familienfreundliche politische Maßnahmen“, die zugleich Mutterschaft diskriminierten, Abtreibung als Recht verherrlichten und den Wunsch nach Familiengründung untergräben.

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Der Schlüssel zur Bewältigung dieser Herausforderungen liege in der Würde jedes Menschen und der Rolle der Familie. Die Familie sei die „erste und unersetzliche Schule des gesellschaftlichen Lebens“ und gründe auf der Ehe zwischen Mann und Frau, so der Papst unter Verweis auf Johannes Paul II. Staat und Gesellschaft müssten Familien stärker einbeziehen und deren zentrale Rolle achten, um sowohl übermäßigen staatlichen Eingriffen als auch Individualismus entgegenzuwirken. Leo XIV. betonte, nur ein „neuer Frühling für die Familie“ könne die „winterliche Kälte unserer alternden Bevölkerungen verwandeln“. DT/jna

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