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Synodalkonferenz: Marx will anspruchsvoll über Sexualität sprechen

Auch in München räumen die Verantwortlichen Versäumnisse hinsichtlich des Arbeitspapiers zu "Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche" ein. Kardinal Marx äußert sich indes kritisch zur Theologie des Leibes.
Regionenkonferenz des Synodalen Wegs in München
Foto: Synodaler Weg/Robert Kiderle | Zum Thema „Leben in gelingenden Beziehungen“ äußerte Kardinal Reinhard Marx die Hoffnung auf einen positiven statt verkrampften Text.

Auch bei der Regionenkonferenz des Synodalen Wegs in München haben die Verantwortlichen für das Arbeitspapier zu "Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche" nach der Kritik des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer Versäumnisse eingeräumt. Die Leiterin des Forums, Dorothea Sattler, sprach von formalen Fehlern. Hinter dem Vorgehen habe „keine manipulative Absicht“ gestanden, vielmehr sei es Zeitgründen geschuldet gewesen.

Voderholzer hatte im Vorfeld in einem Offenen Brief beklagt, dass Teile des publizierten Textentwurfes, noch nicht im Forum beraten worden seien, wie zuvor vereinbart worden war. Zudem lasse der Text jedes theologische Niveau vermissen.

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Marx hofft auf positiven statt verkrampften Text

Zum Thema „Leben in gelingenden Beziehungen“ äußerte der Münchner Kardinal Reinhard Marx die Hoffnung auf einen positiven statt verkrampften Text. Marx appellierte, anspruchsvoll über Sexualität zu sprechen, nicht beliebig. Kritisch äußerte sich der Erzbischof von München und Freising zur Theologie des Leibes des heiligen Papstes Johannes Paul II. 

Die rund 50 Teilnehmer der Regionenkonferenz in München reisten aus den Bistümern Augsburg, Bamberg, Eichstätt, Passau, Regensburg sowie München und Freising an. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Augsburger Bischof Bertram Meier und der Münchner Stadträtin Gudrun Lux, die auch Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist. 

Nach der Begrüßung durch den Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz Pater Hans Langendörfer diskutierten die Teilnehmer am Vormittag über die Folgen der Corona-Krise für das kirchliche Leben. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick verwies auf die vielen Mitarbeiten in der Pastoral, die das Mögliche und Notwendige getan haben sowie die vielen Jugendlichen, die ältere Menschen in dieser Situation unterstützt hätten. Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz forderte zugleich, die Weltkirche nicht aus den Blick zu verlieren. Vielen Menschen würden unter den Folgen der Pandemie leiden, auch kirchliche Mitarbeiter aus Lateinamerika und Afrika  Zudem stellte Schick, der auch Kirchenrechtler ist, klar, dass Streaming-Gottesdienste nicht für den Normalfall gelten, einzig in Ausnahmesituationen. 

Voten oder ähnliches gab es nicht

Am Nachmittag standen schließlich die zwei Hearings zu den Foren „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ und „Leben in gelingenden Beziehungen“ auf dem Programm. Voten oder ähnliches gab es nicht. Die Veranstaltung sollte den aktuellen Stand der Foren präsentieren. Zudem sollte das Treffen eine Möglichkeit zum Austausch über die jeweiligen Arbeitspapiere bieten, die die zwei Foren im Vorhinein zusammengestellt hatten. Den Abschluss bildete ein Gottesdienst ähnlich einer Vesper – ohne bischöflichen Segen.

Lesen Sie ausführliche Hintergründe zu den fünf Regionalkonferenzen des Synodalen Wegs in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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