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Bischof Bätzing solidarisiert sich mit Bischof Voderholzer

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz fordert eine „saubere Theologie“. Der inhaltliche Teil der Kritik Voderholzers sei sehr berechtigt.
Regionenkonferenz des Synodalen Wegs in Frankfurt
Foto: Jochen Reichwein | "Wir brauchen, wenn wir Theologie in diesen Text schreiben, saubere Theologie“, so der DBK-Vorsitzende Bätzing zur Kritik am Arbeitstext.

Das Frankfurter Regionalforum ist nach einer polemikfreien Diskussion am Freitag nachmittag mit dem Appell des Fuldaer Bischofs Michael Gerber zu Ende gegangen, neue Gesprächsformate für künftige Begegnungen zu entwickeln, um den Austausch zwischen Anhängern unterschiedlicher Auffassungen zu intensivieren. 49 Teilnehmer aus den Diözesen Köln, Mainz, Limburg und Fulda hatten zuvor über Arbeitstexte aus den Synodalforen „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ und „Leben in gelingenden Beziehungen -  Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ diskutiert ohne darüber abzustimmen. 

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Gefahr einer "einseitig verfälschten Bibeltheologie"

Ausdrücklich solidarisierte sich der Vorsitzende der deutschen Bischöfe, der Limburger Oberhirte Georg Bätzing, mit dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. Dieser hatte im Vorfeld der Veranstaltung scharfe Kritik am Arbeitstext für das Forum „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche geäußert. In einem am Mittwoch veröffentlichten Offenen Brief wies Bischof Voderholzer darauf hin, dass entgegen der Absprachen bereits eine biblische Grundlegung der Ämterfrage für Frauen beschlossen worden sei. Er selbst habe als Mitglied des Forums keine Möglichkeit mehr gehabt, „sich zu diesem Text zu verhalten“.

Auch der Inhalt des Textes war bei Bischof Voderholzer auf Bedenken gestoßen. Er hoffe nicht, dass mit dem Textentwurf versucht werde, „mit einer einseitig verfälschten Bibeltheologie“ die Teilnehmer der Regionalkonferenzen in eine bestimmte Richtung zu lenken beziehungs sie in falscher Sicherheit zu wiegen. Wörtlich erklärte Bischof Bätzing: „Der inhaltliche Teil der Kritik ist sehr berechtigt. Wir brauchen, wenn wir Theologie in diesen Text schreiben, saubere Theologie“. Ablehnend äußerte sich der Vorsitzende über die Aussage des Arbeitstextes: Jesus breche mit religiösen Regeln, weihe niemanden. Das könne er, Bätzing, nicht unterschreiben: „Da fehlt ein gehöriges Stück Theologie“.

Bätzing warnt vor dogmatischen Engführungen

Dass sich Sakramentalität und Ämterstruktur „selbstverständlich“ nach Ostern durch die Kirche entwickelt hätten, sei „ja genau unser Potenzial, das wir ausschöpfen könnten: Wir können sagen: Die Kirche schafft die Ämter unter Eingießung des Heiligen Geistes im Zeugnis der Auferstehung“.  Bätzing warnte zugleich vor dogmatischen und exegetischen Engführungen. 

Ausführliche Hintergründe zu den Regionalkonferenzen des Synodalen Wegs erfahren Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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