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Leo XIV. in Äquatorialguinea: „Es lohnt sich, weiterhin auf die Bildung der kommenden Generationen zu setzen“

Der Papst würdigt bei der Einweihung von einem Universitätscampus die Bedeutung von Bildung und der Verantwortung für das Gemeinwohl.
Papst Leo XIV.
Foto: Imago/Catholicpressphoto | Papst Leo XIV. begrüßt Gläubige in Äquatorialguinea.

Papst Leo XIV. hat bei einem Treffen mit Vertretern aus dem akademischen und gesellschaftlichen Leben in Äquatorialguinea die Bedeutung von Bildung und Wissenschaft für die Zukunft des Landes hervorgehoben. Dies geht aus dem vom Presseamt des Heiligen Stuhles veröffentlichten Redetext hervor.

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Anlass war die Einweihung eines neuen Campus der Nationaluniversität in Malabo. Eine Universitätsgründung sei „mehr als ein Verwaltungsakt“, erklärte der Papst am Dienstag. Sie sei vielmehr „eine Geste des Vertrauens in den Menschen“ und eine Bekräftigung, „dass es sich lohnt, weiterhin auf die Bildung der kommenden Generationen zu setzen“.

Mehr als rein funktionale Aspekte

Leo XIV. betonte, dass Hochschulen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch der Suche nach Wahrheit und dem Dienst am Gemeinwohl verpflichtet seien. Bildung müsse über rein funktionale Aspekte hinausgehen und den Menschen Orientierung geben. Zur Veranschaulichung griff der Papst das Bild eines Baumes auf, insbesondere der in Äquatorialguinea beheimateten Ceiba. Eine Universität müsse „fest verwurzelt“ sein im kulturellen Gedächtnis eines Volkes und im „beharrlichen Streben nach der Wahrheit“, um nachhaltig wachsen zu können.

Zudem warnte er vor einer Fehlentwicklung von Wissen. Das Problem liege nicht in der Erkenntnis selbst, sondern darin, wenn sie sich von der Wirklichkeit löse und zur „hochmütigen Behauptung der Selbstgenügsamkeit“ werde. Wissen dürfe nicht zum Besitz werden, sondern müsse offen bleiben für Wahrheit.

Der „Baum des Kreuzes“ 

In seiner Ansprache verwies Leo XIV. auch auf die christliche Tradition. Der „Baum des Kreuzes“ stehe für eine Wahrheit, die sich nicht aufzwinge, sondern sich „aus Liebe hingibt“. Erkenntnis bedeute daher, sich der Wirklichkeit zu öffnen und ihr in Demut zu dienen. Der Glaube sei kein Gegensatz zur Vernunft, sondern führe sie zur Vollendung. In Christus werde der „tiefe Einklang von Wahrheit, Vernunft und Freiheit sichtbar“, so der Papst.

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Eine Universität messe sich nicht an ihrer Größe, sondern an den Menschen, die sie hervorbringe. „An den Früchten erkennt man den Baum“, zitierte der Papst das Matthäusevangelium. Entscheidend sei die Qualität der Absolventen und ihr Beitrag für die Gesellschaft. Zudem rief Leo XIV. dazu auf, Bildung ganzheitlich zu verstehen und junge Menschen zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten zu formen. Ziel müsse es sein, dass sie „ihr Leben in ein Geschenk für andere verwandeln“. DT/jna

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