Die letzte Begegnung von Papst Leo XIV. in Bata galt der Jugend und den Familien. Im Papamobil fuhr er durch das Stadion, begleitet von Rufen: „Das ist die Jugend des Papstes.“ In seiner Ansprache ermutigte der Papst die jungen Menschen, Christus wirklich zum Licht ihres Lebens zu machen. Äquatorialguinea sei „voller Geschichte und Traditionen“, sagte er mit Blick auf die Tänze, Trachten und Symbole der verschiedenen Gruppen.
Zuvor hatte der für die Jugendpastoral zuständige Apostolische Administrator den Papst begrüßt. Äquatorialguinea sei „jung, voller Energie, voller Fragen und voller Lebenslust“, sagte er. Zugleich bekannte er den Wunsch der Jugend, authentisch und im Glauben zu leben und mit Christus „eine Zukunft der Hoffnung, der Brüderlichkeit und des Friedens“ aufzubauen.
Der Papst ermutigt die Jugendlichen
Leo XIV. griff diesen Gedanken auf und erinnerte an das Motto seiner Reise: „Christus, Licht Äquatorialguineas auf dem Weg in eine Zukunft der Hoffnung.“ Das deutlichste Zeichen dieses Lichtes seien die jungen Menschen selbst: „Das strahlendste Licht hier sind eure Augen, eure Gesichter, eure Lächeln, eure Lieder.“
Der Papst bezog sich auf die zuvor gehörten Zeugnisse. Die junge Arbeitnehmerin Alicia habe daran erinnert, wie wichtig es sei, den Pflichten treu zu bleiben und durch die tägliche Arbeit zum Wohl von Familie und Gesellschaft beizutragen. Es sei schwer, den Glauben am Arbeitsplatz zu leben, wo Lüge, äußerer Schein und Konformismus lockten. Dennoch habe sie gelernt, dass Christus auch dort Licht sei. Sie träume von einem Land, in dem „junge Menschen nicht nach schnellem Erfolg streben, sondern sich für eine Kultur der Anstrengung, Disziplin und gut gemachten Arbeit entscheiden“. Dieses Zeugnis, so Leo XIV., lade ein, über die Würde der Arbeit und den Respekt für jeden Menschen neu nachzudenken.
Auch das Zeugnis des Seminaristen Francisco Martin griff der Papst auf. Zunächst habe Francisco Angst gehabt, weil er meinte, mit einem Ja zu Gott seine Träume aufgeben zu müssen. Dann aber habe er erkannt: „Wenn Christus ruft, nimmt er nichts weg, sondern gibt alles.“ In diesen Worten werde sichtbar, dass die Hingabe an Gottes Willen Freude und Gelassenheit schenke. Deshalb rief er junge Menschen, die eine Berufung zum Priestertum oder zum geweihten Leben verspürten, dazu auf, keine Angst zu haben. Wer diesem Ruf folge, werde „das Hundertfache und das ewige Leben“ empfangen.
Zeugen der Liebe Christi werden
Leo XIV. dankte dem jungen Ehepaar Purificación und Jaime Antonio, das die christliche Ehe als Weg „wahrer Liebe, der Freiheit und der Hoffnung“ beschrieben hatte. Ehepartner und Eltern zu sein, sei „eine begeisternde Aufgabe, ein Bund, der Tag für Tag gelebt werden will“. Denen, die sich auf das Sakrament vorbereiten, sagte er, sie sollten diese Berufung als Weg wahrer Liebe, lebendiger Hoffnung und gelebter Heiligkeit verstehen.
Besonders eindringlich würdigte Leo XIV. das Zeugnis des 13-jährigen Victor Antonio, der von seiner Kindheit ohne Vater erzählt hatte. Seine Worte, sagte der Papst, fielen „wie ein Felsbrocken“ auf die Zuhörer herab, seien aber nicht zerstörerisch. Vielmehr riefen sie dazu auf, „eine bessere Welt aufzubauen“, die auf Achtung vor dem ungeborenen und heranwachsenden Leben sowie auf Verantwortung gegenüber den Kindern gründe. Die Annahme des Lebens verlange „Liebe, Engagement und Fürsorge“. Es sei sehr wichtig, die Familie zu schützen und die in ihr erlernten Werte zu bewahren.
Zum Schluss rief Leo XIV. alle Anwesenden dazu auf, sich „von der Schönheit der Liebe“ begeistern zu lassen und Zeugen der Liebe Christi zu werden. Das in den Familien gepflegte und im Glauben gelebte Licht der Nächstenliebe könne „die Welt wirklich verwandeln“.
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