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Leo XIV. in Kamerun: „Die Welt dürstet nach Frieden“

Der Papst ruft auf seiner apostolischen Reise zu einem unbewaffneten Frieden auf und betont die Verantwortung politischer Entscheidungsträger.
Leo XIV. bei Audienz im Vatikan
Foto: Imago/SOPA Images | Leo XIV. bei einer Audienz im Vatikan. In zentralafrikanischen Kamerun ruft der Papst dazu auf, der „Logik der Gewalt und des Krieges“ eine Absage zu erteilen.

Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Kamerun die Grundlagen eines dauerhaften Friedens hervorgehoben und zu einem konsequenten Einsatz gegen Gewalt aufgerufen. Dies geht aus dem vom Presseamt des Heiligen Stuhls veröffentlichten Manuskript der Ansprache hervor.

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Bei seinem Treffen mit staatlichen Autoritäten, Vertretern der Zivilgesellschaft und dem Diplomatischen Corps erklärte Leo XIV., dass er als „Hirte und Diener des Dialogs, der Brüderlichkeit und des Friedens“ gekommen sei. Kamerun bezeichnete er angesichts seiner kulturellen und sprachlichen Vielfalt als „Afrika im Kleinen“ und würdigte diese Verschiedenheit als „Schatz“ und Grundlage für dauerhaften Frieden.

Mit Blick auf die aktuelle Lage sprach der Papst von „schwierigen Zeiten“ für das zentralafrikanische Land. Besonders die Gewalt in mehreren Regionen habe großes Leid verursacht: Menschen seien gestorben, Familien vertrieben worden, Kinder könnten nicht zur Schule gehen. Hinter den Zahlen stünden „Gesichter, Geschichten und verletzte Hoffnungen“. Er erneuerte seinen Appell, der „Logik der Gewalt und des Krieges“ eine Absage zu erteilen.

Frieden als gemeinsame Aufgabe

„Die Welt dürstet nach Frieden. Es ist genug mit den Kriegen“, betonte der Papst. Ein echter Frieden dürfe nicht auf Angst oder Waffen beruhen, sondern müsse „auf Liebe und Gerechtigkeit“ gründen. Frieden könne nicht verordnet werden, sondern müsse im täglichen Handeln von Einzelnen und Institutionen gelebt werden.

Besonders hob er die Verantwortung politischer Entscheidungsträger hervor. Regieren bedeute, dem Gemeinwohl zu dienen und die Bürger ernsthaft anzuhören. Zugleich warnte er vor Korruption und Machtmissbrauch, die das Vertrauen in staatliche Institutionen untergraben. Transparenz und Rechtsstaatlichkeit seien unerlässlich, um Stabilität zu sichern.

Auch die Rolle der Zivilgesellschaft stellte der Papst heraus. Organisationen, religiöse Führer sowie insbesondere Frauen und junge Menschen seien entscheidend für Versöhnung und sozialen Frieden. Frauen bezeichnete er als „unermüdliche Friedensstifterinnen“, deren Stimme stärker in Entscheidungsprozesse einbezogen werden müsse.

Katholische Kirche will zu Gemeinwohl beitragen

Einen besonderen Fokus legte der Papst auf die Jugend des Landes. Junge Menschen seien „die Hoffnung des Landes“, ihre Energie und Kreativität unverzichtbar. Gleichzeitig warnte er, dass Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit zu Frustration und Gewalt führen könnten. Investitionen in Bildung und Ausbildung seien daher „eine strategische Entscheidung für den Frieden“.

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Zudem unterstrich der Papst die Bedeutung religiöser Traditionen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese könnten, sofern sie nicht durch Fundamentalismus verzerrt würden, zu Quellen von Versöhnung und Solidarität werden. Die katholische Kirche wolle weiterhin durch Bildung, Gesundheitsdienste und karitative Arbeit zum Gemeinwohl beitragen und die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen vertiefen. Der Besuch verstehe sich insgesamt als Zeichen der Verbundenheit und als Ermutigung, gemeinsam „eine Zukunft in Gerechtigkeit und Frieden aufzubauen“. DT/jna

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