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Päpstliche Wahlverwandtschaft

Was Papst Leo XIV. über die Liturgie sagt, könnte auch von Benedikt XVI. stammen. Und auch eine Botschaft für die deutschen Katholiken lässt sich seiner Katechese entnehmen.
Papst Leo XIV. nach seiner Wahl
Foto: DT / IMAGO / ABACAPRESS | Schon stilistisch eine Rückkehr zu Benedikt: Papst Leo XIV. tritt nach seiner Wahl vor die Gläubigen auf dem Petersplatz.

In der Katechesenreihe über die Liturgiekonstitution des Zweiten Vaticanums positioniert sich Papst Leo traditionsbewusst. Viele Gedanken seiner Mittwochsaudienzen könnten wörtlich Ansprachen von Papst Benedikt entstammen: seine Einschätzung der Konzilsväter, auch die Mahnung an freischaffende Künstler am Altar, dass die schriftlich dokumentierten Anweisungen, wie der Ritus gefeiert werden soll (Rubriken), kein Nice-to-have auf einer liturgischen Spielwiese sind.

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Wie Benedikt ordnet auch Leo die Liturgie als zentralen Ort der Evangelisierung ein – das ist nicht nur eine implizite Aufforderung an die Gläubigen, die Sonntagsmesse ernst zu nehmen, sondern auch an Priester, sich falsche Vorstellungen von liturgiefreien Tagen aus dem Kopf zu schlagen. Zugleich steckt darin eine Orientierungshilfe für alle, die von traditionalistischen Umtrieben verwirrt werden: Authentische Evangelisierung gibt es nur in Einheit mit dem Petrus und seiner Kirche. Liturgie trotz päpstlicher Verbote ist kein Dienst am Evangelium.

Auch für die Gläubigen in Deutschland gibt es eine zentrale Ansage des Papstes: Neue liturgische Formen müssen aus den traditionellen organisch herausgewachsen sein. In anderen Worten: Vergesst eure künstlich am Schreibtisch entworfenen Segensfeierformulare! Was nicht in der liturgischen Tradition der Kirche verwurzelt ist, taugt nicht für die Evangelisierung und hat keinen Bestand.

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