Es zeichnet den wachen Menschen aus, dass er denken und deshalb danken kann. Dies gilt in besonderer Weise vom Christen, der aus dem großen Dankgebet der Kirche, der heiligen Eucharistie, lebt. Als eucharistischer Mensch versteht er sich als dankbares Lebewesen, das darum weiß, dass im menschlichen Leben nichts selbstverständlich ist. Wer dessen inne wird und es in seiner ganzen Tragweite erfasst, wird immer wieder dazu bewegt, Gott für alles Dank zu sagen und selbst noch bei allem Schweren, das einem widerfährt, Grund zum Danken zu finden. Ob solche Dankbarkeit wirklich glaubwürdig ist, zeigt sich freilich erst, wenn wir die Situation in den Blick nehmen, in der wir unseren Dank aussprechen.
Ernstfall der Dankbarkeit
In guten wie in schlechten Zeiten sollten wir Gott danken, schreibt Kurt Kardinal Koch. Nach dem Vorbild Jesu, der in der äußersten Niederlage seines irdischen Lebens dankt.
