Immanuel Kant – der Name steht für Aufklärung, Selbstdenken und Freiheit. Aber auch für eine unerbittliche moralische Pflicht, den strengen „kategorischen Imperativ“ und eine Philosophie, die das gewöhnliche Bewusstsein auf den Kopf zu stellen scheint: Nicht die Natur gibt dem Denken die Gesetze vor, sondern das Denken prägt seine Formen der Welt auf. Kant gehört zu jenen Klassikern, die in der Philosophie immer Konjunktur haben. Aber auch in der derzeitigen Theologie, insbesondere der katholischen, spielt Kant eine wichtige Rolle. Doch wie genau man als Katholik Kant deuten, wo man ihm zustimmen, wo widersprechen, wo man ihn weiterdenken sollte, darüber herrscht Uneinigkeit, ja Streit.
Katholisches Ringen um Kant
Ist die kantische Philosophie der Sargnagel der katholischen Theologie? Oder kann man zumindest stellenweise mit Kant denken und katholisch sein? Zwei Bücher geben ganz unterschiedliche Antworten.
