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Selenskyj lädt Franziskus in die Ukraine ein

Der ukrainische Ministerpräsident telefoniert erneut mit Franziskus. Den Vatikan würde er als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine schätzen, so Selenskyj.
Ukraine-Krieg - Präsident Selenskyj
Foto: Uncredited (Ukrainian Presidential Press Office/AP) | Auf dem Kurzmitteilungsdienst „Twitter“ schrieb Selenskyj am Dienstag, er habe Papst Franziskus in einem Telefonat „von der schwierigen humanitären Situation und von den von russischen Truppen blockierten ...

Der ukrainische Ministerpräsident Wolodymyr Selenskyj hat Papst Franziskus zu einem Besuch in die Ukraine eingeladen. Das berichtete Selenskyj in der Nacht zum Mittwoch In einer Videoansprache in der Nacht zum Mittwoch teilte Selenskyj mit, er habe die Einladung in seinem Telefonat mit dem Papst am Dienstag ausgesprochen. „Ich glaube, dass wir diesen wichtigen Besuch organisieren können, der jeden von uns gleichermaßen unterstützen würde.“

Zuvor hatte der ukrainische Ministerpräsident bereits über den Kurzmitteilungsdienst "Twitter" aus dem Telefonat erzählt. Er habe sich gegenüber Franziskus für den Vatikan als Vermittler im Krieg Russlands gegen die Ukraine ausgesprochen. Selenskyj schrieb, er habe Papst Franziskus „von der schwierigen humanitären Situation und von den von russischen Truppen blockierten Rettungskorridoren“ berichtet.

Dank für Gebete für die Ukraine und für den Frieden

Er würde es schätzen, so der ukrainische Ministerpräsident weiter, wenn der Heilige Stuhl eine Vermittlerrolle in den Bemühungen einnehmen würde, dem Leid der Menschen ein Ende zu setzen. Auch habe er sich bei Franziskus für die Gebete für sein Land und für den Frieden bedankt. Den Tweet veröffentlichte Selenskyj sowohl auf Ukrainisch wie auf Englisch.

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Zudem hielt Selenskyj am Dienstag per Videoschalte eine Rede vor dem italienischen Parlament. Darin erklärte er, der Papst habe Verständnis dafür geäußert, dass sich die Ukraine Frieden wünsche und sich dafür selbst verteidige. Der Vatikan bestätigte das Telefonat mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten, nannte jedoch keine inhaltlichen Details.

Auch die Ukrainische Botschaft beim Heiligen Stuhl berichtete auf Twitter über das Gespräch zwischen dem Papst und Selenskyj. Der ukrainische Präsident habe wiederholt, „dass Seine Heiligkeit der am meisten erwartete Gast in der Ukraine ist“, schrieb Botschafter Andreij Jurasch. Franziskus habe bekräftigt, dass er alles tue, was möglich ist, um den Krieg zu beenden.

Parolin: Vatikan steht für Verhandlungen bereit

Selenskyj hatte sich bereits Ende Februar mit Papst Franziskus telefonisch über den Krieg in der Ukraine ausgetauscht. Der Papst habe ihm gegenüber sein tiefstes Bedauern über die tragischen Ereignisse in der Ukraine ausgedrückt, teilte die ukrainische Botschaft im Anschluss mit. Auch damals äußerte sich der Vatikan nicht über konkrete inhaltliche Aspekte des Gesprächs.

Indes bekräftigte der vatikanische Staatssekretär, Kardinal Pietro Parolin, am Dienstag vor Journalisten, dass der Vatikan bereitstünde, um in Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine eine Vermittlerrolle einzunehmen. „Wir setzen auf Verhandlungen und stehen zur Verfügung, wenn die Gesprächspartner meinen, dass sie unsere Zusammenarbeit nutzen können, um diesen Krieg zu beenden“, zitierte das Portal „Vaticannews“ Kardinalstaatssekretär Parolin. 

Der Papst und auch er selbst, so Parolin, hätten schon oft betont, dass es immer eine Möglichkeit gebe, eine Lösung zu finden. „Eine Lösung, die für alle ehrenvoll ist.“ Es genüge nach den Worten Parolins, wenn man den guten Willen habe, dies zu wollen. „Sonst ist die Alternative nur Krieg, Gewalt und Tod.“  DT/mlu

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