Der Empfang für das beim Vatikan akkreditierte diplomatische Corps ist der Augenblick im Jahr, in dem die Rolle der katholischen Kirche auf der „geopolitischen“ Weltbühne am feierlichsten zum Ausdruck kommt. Da mit Leo XIV. zum ersten Mal ein US-Amerikaner Papst geworden ist, stieg nochmals die Aufmerksamkeit der politischen Kanzleien in aller Welt für die Vorgänge im Vatikan. Derzeit gibt es 93 diplomatische Vertretungen beim Heiligen Stuhl mit einem eigenen Sitz in Rom. In letzter Zeit sind die Missionschefs von Aserbaidschan, Burundi und Weißrussland hinzugekommen. Als Papst Leo die Vatikanbotschafter unmittelbar nach Dreikönig empfing, erwähnte er sie ausdrücklich und dankte ihnen.
„Orwellscher Beigeschmack“
Beim Empfang für die auswärtigen Diplomaten bemängelt der Papst die Meinungsfreiheit im Westen und übt scharfe Kritik an der wachsenden „Kriegslust“.
