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Habeck: Bündnis mit Linken und der SPD nicht ausgeschlossen

Grünen-Bundesvorsitzender Robert Habeck sieht große Ähnlichkeit mit der Linken. Darum sei ein Bündnis denkbar.
Grünen-Vizekanzler Robert Habeck
Foto: IMAGO/snapshot-photography/F.Boillot (www.imago-images.de) | Eine rot-rot-grüne Koalition würde er „natürlich nicht“ ausschließen, erklärte Vizekanzler Robert Habeck den Sendern RTL und ntv.

Was unterscheidet nach Ansicht Robert Habecks seine Partei von der Linken? Dass die Grünen als Teil der aktuellen rot-grünen Minderheitsregierung keinen scharfen Oppositionskurs fahren könnten. Eine rot-rot-grüne Koalition würde er „natürlich nicht“ ausschließen, erklärte der Vizekanzler den Sendern RTL und ntv.

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Er freue sich „im gewissen Sinne, dass die Linke im Bundestag dabei ist“, meldete die „Bild“ am Donnerstag. Und weiter zitierte sie Habeck: „Ich halte das für wichtig, aber da kann man nicht stehen bleiben.“ Die Linke sage, nie würden die Grünen mit der Union reden. Das verbiete sich aus seiner Sicht auch, so Habeck.

Habeck: Friedrich Merz für Zuwachs der Linken verantwortlich

Aktuell steigende Umfrageergebnisse der Linken führt der Vizekanzler auf den Unions-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz (CDU) zurück. Er sei dafür verantwortlich, „dass die Linke jetzt wächst“, berichtet die „Bild“. Seit der zweiten Januarhälfte haben sich die Umfragewerte für die Linke nahezu verdoppelt. Während die Partei um Spitzenkandidatin Heidi Reichinnek vor drei Wochen noch zwischen drei und vier Prozent lag, sind es nun fast durchgängig sechs bis sieben Prozent. Bei den unter 18-Jährigen sei sie sogar stärkste Kraft, berichtet das „Handelsblatt“.

Trotz der linken Aufholjagd bleibe eine Mehrheit für die Koalition aus SPD, Grünen und Linken bislang aus, meldet die „Bild“ weiter. Denn, so die Zeitung wörtlich: „Bei der letzten Sonntagsfrage zur Bundestagswahl von INSA für BILD führt die Union aus CDU und CSU mit 30 Prozent mit deutlichem Abstand. Dahinter folgt die AfD mit 22.“

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