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Gefährliche Signalwirkung

Die Einführung der Fristenregelung in Argentinien reicht weit über das Heimatland des Papstes hinaus
Mit der Einführung der Fristenregelung Argentiniens Staatspräsident Alberto Fernández ein Wahlversprechen eingelöst
Foto: Imago Images | Ob der Empfang heute auch noch so freundlich wäre? Der argentinische Präsident Alberto Fernández (l.) besuchte Papst Franziskus im vergangenen Januar im Vatikan.
Mit der Einführung der Fristenregelung in Heimatland von Papst Franziskus hat Argentiniens Staatspräsident Alberto Fernández ein Wahlversprechen eingelöst. Binnen sieben Wochen peitschte der Katholik seinen Gesetzentwurf zur Liberalisierung vorgeburtlicher Kindstötungen durch beide Kammern des Parlaments – und das trotz SARS-CoV-2-Pandemie. 2018 war ein fast gleichlautender Gesetzwurf noch im Senat gescheitert.
 

Spaltung des Landes

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Mit seinem „Erfolg“ vertieft Fernández die Spaltung des Landes. Das scheint den Präsidenten nicht zu kümmern. Zur Einbringung seines Gesetzesentwurfes im Parlament erschien er geradezu frech mit grüner Krawatte, eine eindeutige Solidarisierung mit den Teilnehmern der von der Abtreibungslobby organisierten Demonstrationen, bei denen diese seit einigen Jahren grüne T-Shirts, Halstücher und Transparente zu tragen pflegen.

Gegen Widerstand

Der „Erfolg“ in Argentinien, den Fernández gegen den massiven Widerstand der katholischen Kirche und vielen Gläubigen eingefahren hat, die in den Landesfarben hellblau und weiß für die Beibehaltung der seit 1921 geltenden Gesetzgebung demonstrierten, dürfte zudem eine Signalwirkung für ganz Lateinamerika entfalten. Überall dort, wo Abtreibung entweder ganz verboten oder nur in seltenen Fällen erlaubt ist, werden sich Abtreibungsbefürworter in und außerhalb der Parlamente nun ermutigt fühlen, ähnliche Initiativen zu starten.

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