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Ex-ZdK-Präsident Maier: Grüne und Kirche verbindet viel

Die Grünen stünden heute für zahlreiche Forderungen, die auch innerhalb der katholischen Welt geteilt würden, meint der ehemalige Präsident des ZdK und CSU-Politiker Hans Maier.
Annäherung zwischen Grünen und Kirche
Foto: Michael Kappeler (dpa) | Robert Habeck, Co-Bundesvorsitzender der Grünen, trifft Kardinal Reinhard Marx vor einem Gespräch des Bundesvorstands der Grünen und der Deutschen Bischofskonferenz.

Der ehemalige Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Hans Maier, sieht eine immer stärkere Annäherung zwischen den Grünen und der katholischen Kirche. Die Grünen stünden heute für zahlreiche Forderungen, die auch innerhalb der katholischen Welt geteilt würden, meint der langjährige CSU-Politiker im Gespräch mit der „Katholischen Nachrichten-Agentur“ (KNA). Dazu zähle etwa die Ablösung der Staatsleistungen.

Die Gemeinsamkeiten scheinen wichtiger zu sein

Inzwischen habe er auch den Eindruck, so Maier, „dass die Attacken auf das Staatskirchenrecht oder die Kirchensteuer weniger geworden sind. Die Grünen wollen darüber kein Gezänk mehr anfangen, die Gemeinsamkeiten scheinen ihnen wichtiger zu sein“. Dennoch gebe es auch weiterhin Konfliktpunkte, wie beispielsweise die Forderung einzelner Landesverbände, den Religionsunterricht abzuschaffen und ihn komplett durch Ethik zu ersetzen.

Ein wesentlicher Schritt der Annäherung sei im Jahr 2015 im Zuge der Flüchtlingskrise vollzogen worden, meint der 88-Jährige weiter. „Die Bundeskanzlerin war aufseiten der Kirche, aber in den Unionsparteien hat sich damals eine Absetzbewegung entwickelt. Da sind die Grünen und die in die Enge getriebene katholische Welt von Laien, Entwicklungs- und Flüchtlingshelfern einander näher gekommen.“ Ferner sei man sich einig, dass man in den Herkunftsländern der Geflüchteten für Frieden sorgen müsse.

AfD und Kirche: "Glaube nicht, dass das eine Zukunft hat"

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Auf die Frage, ob sich das Verhältnis der Kirche zur AfD am Ende wie das zu den Grünen entwickeln wird, meint Maier: „Das lässt sich schwer vergleichen.“ Die Grünen seien auf die Institution Bundesrepublik zugegangen und trügen heute zur Stabilität jenes Gebildes in einem populistischen Europa bei. Bei der AfD hingegen finde sich ein wirres Gedankengemisch. „Ich glaube nicht, dass das eine Zukunft hat. Man wird mit ihnen sprechen müssen. Aber einen Annäherungsprozess wie bei den Grünen kann ich mir nicht vorstellen.“

DT/mlu

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