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Europapolitiker Weber fordert engeren Dialog mit den Bürgern

Der Spitzenkandidat der Union für die Europawahl im kommenden Jahr lobt die Debatte um den CDU-Parteivorsitz. Für seinen eigenen Europa-Wahlkampf will er die Nähe zu den Bürgern in den Mittelpunkt stellen.
Manfred Weber will EU-Kommissionspräsident werden
Foto: Matthias Balk (dpa) | „Die Debatte in der CDU mit ihren drei Kandidaten ist ein starkes Signal, wie man es machen sollte", so Weber zum Rennen um den CDU-Parteivorsitz.

Der CSU-Politiker Manfred Weber hat sich hinter die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel gestellt. Die Aufnahmebereitschaft der Bundesregierung für die Flüchtlinge in der Krisenzeit sei „im Grundsatz richtig“ gewesen, betont der Spitzenkandidat der Union für die Europawahl im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“. Gleichzeitig müssten jedoch auch die Außengrenzen geschützt werden. Weber fordert zudem, die Bürger in Zukunft enger in politische Entscheidungen einzubeziehen. „Wir müssen die Menschen auch besser beteiligen, mehr zuhören, mehr mit ihnen sprechen.“ Dies sei zum Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung nach Deutschland zu wenig geschehen.

Weber wird die CSU auf CDU-Parteitag vertreten

Zur anstehenden Wahl des neuen CDU-Parteivorsitzenden am kommenden Freitag auf dem Parteitag in Hamburg äußert sich Weber: „Die Debatte in der CDU mit ihren drei Kandidaten ist ein starkes Signal, wie man es machen sollte.“ Der 46-Jährige wird die CSU auf dem Parteitag der Schwesterpartei vertreten. Einen persönlichen Favoriten für den Parteivorsitz nannte Weber nicht. Für ihn sei wichtig, „dass alle drei sich aktiv zum europäischen Einigungswerk bekennen und die Geschichte der CDU als Europapartei fortsetzen wollen“.

Für seinen Wahlkampf für die Europawahl im kommenden Jahr rückt Weber den Dialog mit den Bürgern in den Mittelpunkt. Er sei der Meinung, so der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP), dass die Menschen eine solche Führung durch die Politik suchten, die beschreibe, „warum wir Politik machen, was uns wichtig ist – und was uns ausmacht“. Daher habe er eine „Zuhör-Tour“ quer durch Europa gestartet. „Gerade die Europapolitik hat in den vergangenen Jahren oft versucht, zu belehren, das werde ich beenden“, so der Katholik Weber.

Union muss deutlich stärkste Kraft bei Europawahl werden

Für die Union setzt Weber das Ziel, deutlich stärkste Kraft zu werden. Zudem sei die Europawahl eine Möglichkeit, die AfD klein zu machen. „Wir werden die AfD frontal stellen“, kündigt der Europapolitiker an. Die AfD sitze international mit Marine Le Pen und Wladimir Putin in einem Boot und sei quasi die deutsche Brexit-Partei, die für Nationalismus stehe. „All das wollen die Deutschen aber nicht.“

DT/mlu

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