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Meinungsfreiheit: Selbstmord aus Angst vor dem Tod

Politische Pole in Europa und USA werben mit der Sicherung der Demokratie - mit Maßnahmen, die den Weg für ihre Niederlage werben
EU und USA werfen sich gegenseitig Angriffe auf die Demokratie vor und beanspruchen deren Schutz für sich - mit den gleichen Argumenten.
Foto: Shealah Craighead via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | EU und USA inszenieren sich auf der Bühne der Weltöffentlichkeit als Schützer der Demokratie - und den jeweils anderen als Gefahr für die freiheitliche Grundordnung.

Zuletzt hat der ideologische Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union einen Höhepunkt erreicht, der in den letzten Jahren wohl seinesgleichen sucht. Während seit dem Fall der Sowjetunion die Rivalität zwischen den neuen Supermächten der multipolaren Welt zumindest auf Regierungsebene eine rein wirtschaftliche und geostrategische war, hat in den letzten Monaten eine Ideologisierung eingesetzt, die einzigartig ist – und zwar nicht nur, weil sie zwischen zwei eigentlich eng verbündeten Partnern stattfindet, sondern auch, weil sie von beiden Seiten mit identischen Argumenten geführt wird, die allesamt aus dem Repertoire der spätliberalen Rhetorik stammen.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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