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CDL begrüßt Lebensschutz-Passagen im Wahlprogramm von CDU und CSU

Wenzel: Programm leitet den „dringend notwendigen Politikwechsel“ ein. Eine weitere Verschlechterung des Lebensschutzes werde es mit der CDU nicht geben.
Friedrich Merz, Markus Soeder - Wahlprogramm
Foto: IMAGO (www.imago-images.de) | „Das Bekenntnis zur geltenden Rechtslage bei der Abtreibung dürfte nun auch die Spekulationen der letzten Wochen beenden, Kanzlerkandidat Friedrich Merz und die CDU seien angeblich bereit, doch noch über eine ...

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) begrüßen das Wahlprogramm von CDU/CSU. „Das Unions-Wahlprogramm setzt die in den aktuellen Grundsatzprogrammen von CDU und CSU niedergelegten Ausrichtungen zum Lebensschutz in konkrete politische Vorhaben um und bietet so eine gute Orientierung für Wählerinnen und Wähler bei der bevorstehenden Bundestagswahl“, erklärte die Bundesvorsitzende der CDL, Susanne Wenzel.

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„Das Bekenntnis zur geltenden Rechtslage bei der Abtreibung dürfte nun auch die Spekulationen der letzten Wochen beenden, Kanzlerkandidat Friedrich Merz und die CDU seien angeblich bereit, doch noch über eine Freigabe der Abtreibung zu verhandeln. Eine weitere Verschlechterung des Lebensschutzes wird es mit der CDU nicht geben. Damit dürfte auch klargesellt sein, dass die Unionsfraktion der von SPD und Grünen auf den letzten Metern im Bundestag noch angestrebten Legalisierung der Abtreibung nicht zustimmen wird“, so Wenzel weiter.

„Wesentliche Bausteine für den Schutz des Lebens“ seien auch die „Aussagen zum Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung. Gerade in der Phase schwerster Erkrankung und auch am Ende des Lebens darf sich kein Mensch in unserer Gesellschaft alleingelassen fühlen, sondern braucht vielmehr die Gewissheit, gerade dann gut begleitet und versorgt zu sein. Eine umfassende medizinische Versorgung, die Schmerzen lindert und Ängste nimmt, sowie die Unterstützung der betroffenen Familien tragen auch zu einer wirksamen Präventionsstrategie von Suiziden in dieser Lebensphase bei“, so Wenzel.

Kritik an Lauterbachs Entwurfs eines Suizidpräventionsgesetzes

„Besonders erfreulich“ sei zudem, „dass die CDU ein umfassendes Suizidpräventionsgesetz auf den Weg bringen will“. Nach Ansicht der CDL-Chefin, bleibt der mit erheblicher Verspätung vorgelegte Entwurf von Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) „in nahezu allen Punkten hinter dem Beschluss des Bundestages vom Sommer 2023 zurück“.

Wenzel: „Er bürokratisiert die Prävention, statt konkrete und niedrigschwellige Hilfen für Menschen in psychischen Krisensituationen zu ermöglichen. Im Wahlprogramm der Union hingegen werden die zunehmenden psychischen Belastungen junger Menschen sowie die Last der Einsamkeit auch Älterer adressiert. Dies zeigt, dass der Präventionsgedanke von CDU und CSU umfassen verstanden und dann auch entsprechend umgesetzt werden wird.“

Mit Olaf Scholz scheide ein Bundeskanzler aus dem Amt, „dessen Regierung aus SPD, Grünen und FDP so deutlich gegen den Lebensschutz in Deutschland stand wie keine zuvor in der 75-jährigen Geschichte unserer Republik“. Mit dem von CDU und CSU vorgelegten Wahlprogramm werde ein „auch hier dringend notwendigen Politikwechsel eingeleitet“.  DT/reh

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