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Bernd Lucke: Er tritt wieder an

Für viele war Bernd Lucke einst die personifizierte Alternative zu den etablierten Parteien. Mittlerweile ist er in der dritten politischen Gruppierung angekommen.
Bernd Lucke kandidiert für Europaparlament
Foto: Alexis Haulot (LKR - Die Eurokritiker) | Mittlerweile ist Lucke in der dritten politischen Gruppierung angekommen, den Liberal-Konservativen Reformern (LKR); sie sind nun tatsächlich eine Eigenschöpfung.

Wissenschaftler, nicht Funktionär, Sachkenntnis statt taktischer Strippenzieherei, dem Gemeinwohl verpflichtet, nicht dem Machtinteresse einer Partei. Für viele personifizierte Bernd Lucke einmal genau die Alternative zu den etablierten Parteien. Von 2013 bis 2015 war er Vorsitzender der AfD, ehe er durch Frauke Petry, gestützt von Björn Höckes Anhängerschaft, vom Parteitag als Vorsitzender ersetzt wurde.

Die Niederlage hat Lucke nicht als solche wahrgenommen

Die Niederlage hat Lucke nicht als solche wahrgenommen, sondern eher als Bestätigung, dass er seinem Leitbild treu bleibt. Auch heute wirkt der 56-Jährige nicht wie jemand, der mit seinem Weg durch die Politik hadert. „Ich fühle mich als ein Christdemokrat, den seine Partei verlassen hat“, sagt er.

Ähnlich verhalte es sich auch mit seinem Abschied aus der AfD: Er sei der ursprünglichen Gründungsidee treu geblieben, allein die Partei habe sich geändert. „Die AfD war zu Beginn keineswegs als Partei rechts von der CDU gedacht. Die Mitglieder kamen aus allen Parteien, aus der CSU, von der SPD, der FDP oder in Ostdeutschland auch von den Linken.“ Die AfD sollte laut Lucke eine Alternative zu den etablierten Parteien sein, orientiert am gesunden Menschenverstand, mit vernünftiger statt ideologischer Politik.

Nun hofft Lucke, auch die nächsten fünf Jahre im EU-Parlament zu sitzen

Mittlerweile ist Lucke in der dritten politischen Gruppierung angekommen, den Liberal-Konservativen Reformern (LKR); sie sind nun tatsächlich eine Eigenschöpfung. Er hat sie gegründet, mit einigen Mitstreitern, nachdem er die AfD verlassen hatte. Und einen parlamentarischen Arm hatte die neue Partei auch sofort: Lucke war 2014 für die AfD in das Europaparlament eingezogen. Das Mandat hat er behalten und nun hofft er, auch die nächsten fünf Jahre dort zu sitzen. Denn Lucke tritt wieder an.

DT

Ob Bernd Lucke nun da angekommen ist, wo er immer hinwollte, und welche Themen die LKR umtreiben, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 02. Mai 2019.

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