Im September 2011 ist Papst Benedikt XVI. nach Ostdeutschland gereist – in die Diaspora. „Gott ist bei uns. Er lebt in seiner Kirche in dieser Welt fort. Wenn wir um unseres Glaubens Willen bedrängt werden, dann sind wir nicht alleine“, wandte er sich an die Gläubigen im Berliner Olympiastadion. Auch evangelische Christen waren zahlreich zu der Eucharistiefeier erschienen.
„In Christus bleiben heißt, wie wir bereits gesehen haben, auch in der Kirche bleiben. Die ganze Gemeinschaft der Gläubigen ist in den Weinstock Christus fest hineinverfügt. In Christus gehören wir zusammen. In dieser Gemeinschaft trägt er uns und zugleich tragen alle Glieder sich gegenseitig. Wir halten gemeinsam Stand gegen den Sturm und geben einander Schutz. Wer glaubt, ist nicht allein“, machte er den Christen Mut.
Die Stasi beobachtete Ratzinger
Mit dem Osten Deutschlands war Papst Benedikt mehrfach in Kontakt getreten. „Einen nennenswerten Draht hatte er mit der Hochschule in Erfurt, besonders mit Heinz Schürrmann“, erinnert sich Erzbischof Georg Gänswein. Die Stasi habe Joseph Ratzinger auf dem Schirm gehabt; als möglichen Feind. Weil er katholisches Glaubensgut schriftlich oder mündlich nach Osten befördert habe. „Offiziell hatte er im Osten Deutschlands vor dem Jahr 1982 natürlich keine Kontakte“, so Papst Benedikts langjähriger Sekretär.
Auch die Stadt Erfurt besuchte Papst Benedikt XVI. Die Wirtschaftsprüferin Susanne Zeidler war mit dem Ritterorden vom Heiligen Grab dabei. „Er hat den Unterschied aufgezeigt zwischen der Kirche und einer weltlichen Organisation, indem er das Gleichnis vom Weinstock erklärte.“ Darin sehe er die Kirche, die uns ein Heilsversprechen mache. „Von dem Heilsversprechen profitieren die Menschen, die auch mit dem Weinstock verbunden bleiben“, blickt sie zurück, was sie aus den Predigten mitnahm.
Die Redaktion dankt Radio Horeb für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Mitschnitts der Predigten Papst Benedikts in Berlin und Erfurt.
Dieser Podcast wurde von der Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI.-Stiftung in München gefördert. Die „Tagespost“ machte sich darin auf Spurensuche zu einem der größten Theologen unserer Zeit. Viele seiner Schriften und Texte werden heute noch gelesen. Doch wer war dieser große Papst eigentlich? Was sagt er selbst und wie haben die Menschen, die ihn kennengelernt haben, ihn erlebt? Die Antworten darauf und vieles mehr erfahren Sie im Podcast. DT
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