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Benedikt, der Menschenfischer

Der Passauer Bischof Stefan Oster weiß: Benedikt XVI. war ein demütiger Mann, „der auch einen schalkhaften Humor“ hatte. Er erzählt vom Heimatbesuch des Papstes 2006.
Papst Benedikt in Altötting
Foto: Imago | Bayern unter sich: Am 11. September 2006 besuchte Papst Benedikt XVI. Altötting, feierte dort eine Messe am Kapellplatz und schenkte der Madonna in der Gnadenkapelle seinen Bischofsring.

„Ein jeder von uns wird von Gott bei seinem Namen gerufen. So ist unser Auftrag, ihm mutig zu folgen. Wir wissen, der Herr sucht Arbeiter für seine Ernte. Bittet daher den Herrn, Arbeiter auszusenden“, wandte Papst Benedikt XVI. sich im September 2006 in Altötting an die Ordensleute und Seminaristen Bayerns. Diese Bitte zum Herrn hinaufzuschicken, dafür habe man sich in Altötting versammelt, erinnerte der Papst.

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Die kürzeste Beschreibung für die Priester und Ordensleute sei: Bei ihm sein und als Gesandter auf dem Weg zu den Menschen sein. „Nur wer bei ihm ist, lernt ihn kennen und kann ihn recht verkünden. Er muss weitergeben, was er gefunden hat“, sagte der Papst. „Aber es fehlen die Menschen, die bereit sind, sich zu Gottes Erntearbeitern zu machen.“

Ein weiser Gelehrter

Stefan Oster, derzeit Bischof von Passau, in dem auch Papst Benedikts Geburtshaus steht, ist überzeugt: Der Besuch in seiner Heimat war kein simples Event. Viel sei passiert. Auch fast 20 Jahre später klinge der Papstbesuch nach. Deutlich geworden sei damals, Altötting kann als Benedikts spirituelle Heimat betrachtet werden. Oster selbst sieht in Benedikt einen demütigen, freundlichen und weisen Gelehrten.

Dem Passauer Bischof sei es ein echtes Anliegen, das päpstliche Geburtshaus in Marktl am Inn zu pflegen und sein Erbe bekannt zu machen. Gerade weil es auch in der Kirche in Deutschland nicht wenig Menschen gebe, die nicht unglücklich darüber seien, dass Papst Benedikt gestorben ist. Weiter berichtet Oster über seine erste Begegnung in Rom mit dem „demütigen Mann, der auch einen schalkhaften Humor“ gehabt habe.

Der Zisterzienser Frater Wilhelm stammt aus einer ursprünglich neuapostolischen Familie. Seine Eltern brachte die erste Ansprache nach seiner Papstwahl von Papst Benedikt derart zum Nachdenken, dass sie Jahre später zur römisch-katholischen Kirche konvertierten. Damals war Frater Wilhelm zehn Jahre alt. Heute lebt er als Mönch in Stift Heiligenkreuz

Die Redaktion dankt Radio Horeb für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Mitschnitts der Ansprachen Papst Benedikts in Altötting und Mariazell.

Dieser Podcast wurde von der Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI.-Stiftung in München gefördert. Die „Tagespost“ machte sich darin auf Spurensuche zu einem der größten Theologen unserer Zeit. Viele seiner Schriften und Texte werden heute noch gelesen. Doch wer war dieser große Papst eigentlich? Was sagt er selbst und wie haben die Menschen, die ihn kennengelernt haben, ihn erlebt? Die Antworten darauf und vieles mehr erfahren Sie im Podcast. DT

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