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Amerika, du hast es besser

In den USA erreicht die Kirche mit Projekten zur Neuevangelisierung die Menschen. Auffallend: Man besinnt sich der Lehre der Kirche, der verantwortungsbewussten Unterrichtung und der Heiligen Messe. Der Zeitgeist und eine Anpassung spielen keine Rolle.
Bischof Oster beim Vortrag
Foto: pbp/Schmidt | Beim Vortrag während der internationalen „Conference of the Joseph Ratzinger/Pope Benedikt XVI Foundation 2022“ an der Universität in Steubenville/USA: Bischof Stefan Oster spricht zum Thema „Joseph Ratzingers Vision ...

Mitten in einer Kirche, die meint, Neuevangelisierung nicht nötig zu haben, macht sich ein deutscher Bischof – Stefan Oster – in die Vereinigten Staaten auf, um das noch besser zu lernen. Denn dort gibt es gewiss ein halbes Dutzend Projekte, die beweisen, dass sie möglich ist – die Ansprache von Menschen, die von der rettenden Botschaft Jesu noch nicht berührt wurden.

Es gibt nicht nur Steubenville und eine ganze Fülle vibrierender Initiativen; es gibt auch Köpfe, die dafür stehen: der magnetisch ausstrahlende Bibelwissenschaftler Scott Hahn (ein Konvertit übrigens), George Weigel, der Johannes-Paul-Biograph und Polyhistor, der den „evangelikal-katholischen“ Turnaround wegweisend begleitet, James Mallon, der gerade Pfarreien in der halben Welt dynamisiert, Mike Schmitz, dessen podcast „Bible in one year“ innerhalb von Tagen zur Nummer 1 aller Apple Podcasts wurde (und der mit „Catechism in one year“ gerade neues Feuer legt).

„Das Christentum ist keine Philosophie, keine soziale Theorie,
keine Ideologie, das Christentum ist eine Beziehung zu Christus,
es ist eine Freundschaft mit ihm.
Alles im Christentum bezieht sich auf diese Freundschaft und kehrt zu ihr zurück“

Vor allem aber muss man einen Bischof nennen, der in Amerika und weit darüber hinaus zum Gesicht einer missionarischen Kirche wurde: Robert Barron. Mit seiner Non-Profit-Initiative „Word on Fire“, aber auch als charismatische Persönlichkeit, die auf allen säkularen Kanälen Amerikas präsent ist – was zuletzt Fulton Sheen schaffte; der ist aber seit über 40 Jahren tot.

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Was nun Robert Barron betrifft, so ist er in seinen Projekten der Neuevangelisierung das genaue Gegenteil mancher Bischöfe in unseren Landen, die meinen, man könnte Menschen gewinnen, indem man die Bibel ein bisschen glättet und sich durch das Herabsetzen moralischer Standards beliebt macht. Robert Barron ist ein geradezu strenger Mann. Bei ihm kann man so Sätze lesen wie: „Die Aufgabe der katholischen Kirche ... ist es nicht, nette Menschen oder Menschen mit einem Herz aus Gold oder Menschen mit guten Absichten hervorzubringen; ihre Aufgabe ist es, Heilige hervorzubringen ... Die Anforderungen herunterzuschrauben, weil sie hart sind und die meisten Menschen Schwierigkeiten haben, sie zu verwirklichen, bedeutet, den Sinn und Zweck der Kirche selbst zu gefährden. Es gibt aber auch eine Kehrseite der Medaille. Die Kirche verbindet ihre außerordentlichen moralischen Forderungen mit einem außerordentlich nachsichtigen Bußsystem. Sie vermittelt die unendliche Barmherzigkeit Gottes an diejenigen, die diesem Ideal nicht gerecht werden (also praktisch an alle). Deshalb ist ihre Vergebung so großzügig und so absolut. Wenn man diese beiden Extreme begreift, versteht man den katholischen Ansatz in der Moral.“

Das Wichtigste für das Christsein? Die Heilige Messe!

Sein Wort in Gottes Ohr! Und wenn man ihn fragt, was für einen katholischen Christen heutzutage das Wichtigste ist, empfiehlt er – was sich hierzulande noch nicht überall herumgesprochen hat – die Heilige Messe: „Das Christentum ist keine Philosophie, keine soziale Theorie, keine Ideologie, das Christentum ist eine Beziehung zu Christus, es ist eine Freundschaft mit ihm. Alles im Christentum bezieht sich auf diese Freundschaft und kehrt zu ihr zurück. Was ist die Messe? Die Messe ist die intensivste Art und Weise, wie wir mit Jesus kommunizieren können.“

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