Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Kommentar um "5 vor 12"

Es geht um die ganze LGBT- Agenda

Hundert Tage „Out in Church“. Die Kampagne zeigt das komplette Ausmaß ihrer Pläne. Es geht um die Sexualmoral insgesamt.
Kampagne #OutInChurch
Foto: EyeOpeningMedia (EyeOpeningMedia/rbb) | Im Interview zeigten Vertreter von "Out in Church" die ganze Bandbreite ihrer Aktion. Es geht um die komplette LEGBT- Agenda.

Zwei Vertreter der Aktion „Out in Church“ haben sich hundert Tage nach Start der Kampagne im Interview auf „katholisch.de“ geäußert. Darin zeigte sich die ganze Dimension der Aktion. Es geht keinesfalls nur um das kirchliche Arbeitsrecht und den Plan, die persönliche Lebensführung kirchlicher Angestellter aus den Loyalitätspflichten herauszunehmen. Es geht um nicht weniger als darum, die gesamte LGBT- Agenda nicht nur in kirchliches Handeln, sondern in die kirchliche Lehre zu integrieren.

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Transidente nicht im Blick

Man spreche, so Rainer Teuber, Mitarbeiter im Bistum Essen, über gleichgeschlechtliche Paare und wiederverheiratete Geschiedene, aber transidente und non-binäre Menschen seien leider nach wie vor kaum im Blick- oder Sichtfeld. Die Protagonisten der Kampagne zielen auf den Synodalen Weg, denn den Bischöfe wird nichts zugetraut. Bei einem Gespräch am Rande der Vollversammlung der deutschen Bischöfe, als Vertreter der Kampagne eine Unterschriftenliste überreichen durften, habe sich Teuber zu Folge gezeigt, dass die Bischöfe beim Thema Sexualität sprachunfähig seien. 

Es geht um die Lehre

Die Kampagne legt die Axt an die Wurzeln der kirchlichen Sexualmoral. Jede Form sexuellen Seins und Handelns soll wertgeschätzt werden. Die Masken sind gefallen, dass es nicht nur um Verbindungen geht, die in Treue Verantwortung füreinander übernehmen. Es geht darum, alle denkbaren Formen – auch Promiskuität – in den Kanon des wohlwollend akzeptierten Sexualverhaltens aufzunehmen. Im Kern trifft die Analyse von Martin Brüske zu Bischöfe Bätzings Schreiben an die Bischöfe der Weltkirche auch hier: Die in der Schrift begründete moralische Tradition, die humane Sexualität exklusiv der Ehe zwischen Mann und Frau vorbehalte, werde in ihrem Kern über Bord geworfen. Mit dieser Lehre untrennbar verbunden sieht Brüske eine ebenfalls in der Schrift begründete Anthropologie, die von der Komplementarität, Polarität und unaufhebbarer Andersheit zweier Geschlechter ausgehe. Man erkennt, es geht „Out in Church“ darum, die Wurzeln dieser Lehre zu kappen.

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Peter Winnemöller Bischof Bistum Essen Out in Church Sexualethik

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