Synodale Zitate

Vor Ad - Limina - Besuch: Aussagekräftige Synodale Zitate ausgewählt

Eine Transparenz-Offensive der katholischen Laien-Initiative "Neuer Anfang" Katholische Laien haben die Texte des Synodalen Weges aufbereitet und eingeleitet.
Erste Versammlung des Synodalen Wegs in Frankfurt
Foto: Andreas Arnold (dpa)

Nicht nur in Deutschland ist angesichts der Debatten und Papiere auf dem sogenannten deutschen Synodalen Weg die Sorge unter Katholiken groß, dass sich eine Fragmentierung oder gar eine Abspaltung der katholischen Kirche in Deutschland von der Universalkirche vollzieht. 
Die deutsche Debatte wird zudem nicht ohne Auswirkungen auf die Weltkirche bleiben und in die Beratungen des von Papst Franziskus initiierten weltweiten synodalen Prozesses einfließen. Umso wichtiger, dass alle wissen, worüber in Deutschland tatsächlich abgestimmt wird. Zahlreiche besorgte Briefe und Mahnungen von Bischöfen und Kardinälen an die Mitbrüder in Deutschland, aber auch aus Rom und von Papst Franziskus selbst bezeugen bereits die wachsende Sorge. 

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Antworten haben Sie in der Regel nicht erhalten, oder nur beschönigende und abwiegelnde Worte.

Viele Bischöfe und Funktionäre beschwichtigen in den Medien in der Tat gerne:  Es seien ja alles nur „Vorschläge“; es handele sich um einen „offenen Prozess“ und einen „Dialog;“ der Papst habe natürlich das letzte Wort; man wolle sich nicht von der Weltkirche trennen. 
Fakt ist aber, dass die Mehrheit der Bischöfe Texten zustimmte, in denen das Lehramt der Kirche unterminiert, die bischöfliche Vollmacht untergraben und die kontinuierliche Lehre der Kirche zur christlichen Anthropologie („geschaffen als Mann und Frau“), zu Liebe, Ehe und Sexualität zerstört wird. Mehr noch, das Präsidium kündigte gar an, das ablehnende Abstimmungsergebnis gegen den Grundtext zu Forum IV „Leben in gelingenden Beziehungen“ nicht respektieren zu wollen.

Nachdem das Papier, welches auf skandalöse Weise homosexuelle und bisexuelle Praxis moraltheologisch in den Rang einer Normvariante menschlicher Sexualität hebt, von 21 mutigen Bischöfen in der Abstimmung zu Fall gebracht wurde, erklärten mehrere Bischöfe – entgegen jede Synodalität und auch gegen jedes Demokratieverständnis –, sie würden sich dennoch in ihren Bistümern weiter an der abgelehnten Vorlage orientieren. 

Ungewollte Ergebnisse werden ignoriert

Bischof Georg Bätzing gab im Alleingang kund, den Text werde er trotzdem in den weltweiten synodalen Prozess einbringen und auch zum ad limina-Besuch der deutschen Bischöfe in Rom einreichen. Wir fragen: Wozu dienen fortan noch Debatten und Abstimmungen auf dem Synodalen Weg, wenn jedes „ungewollte“ Ergebnis schlicht ignoriert wird - und das selbst vom Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz?
Die wenigsten Katholiken in Deutschland, geschweige denn weltweit, haben sich durch die Papierberge gearbeitet, die im Namen einer viel zitierten „Reform“ und unter dem Vorwand, man betreibe Aufarbeitung des Missbrauchs-Skandals, dort vorgetragen und beschlossen werden.

Obwohl ja dort angeblich die Begehren „der Gläubigen“ und ihre Wünsche nach Reformen diskutiert werden, beteiligen sich faktisch die wenigsten Katholiken an dieser Debatte, die vor allem von Kirchenfunktionären forciert wird. Nicht wenige Katholiken in Deutschland wenden sich auch bewusst ab, weil sie damit nichts zu tun haben wollen und sie sowieso nicht gehört werden.

Gleichzeitig gibt es Uneinigkeit im medialen und öffentlichen Diskurs – auch und gerade unter Theologen – über die Frage, was denn auf dem Synodalen Weg nun tatsächlich beschlossen wird. Ob das mit der katholischen Lehre noch vereinbar ist oder ob das vermeintliche Reformprojekt Synodaler Weg die deutsche Kirche in ein Schisma manövriert. 

Transparenz durch Original-Zitate

Wir haben als katholische Laien-Initiative beschlossen, Licht ins Dunkel der zahllosen Grundlagen- und Handlungstexte zu bringen und für Sie und alle Interessierten jeweils eine Zusammenstellung der wichtigsten Themen und Zitate aus dem Orientierungstext und allen vier Foren des Synodalen Weges verfasst und alles auch gleich in mehrere Sprachen übersetzen lassen (Spanisch, Englisch, Italienisch). Sie finden die Texte im Folgenden unter diesem Link in den jeweiligen Sprachen als Download zu Verfügung gestellt: https://neueranfang.online/synodale-zitate/ Wir lassen die Texte für sich selbst sprechen, das bringt mehr Klarheit und Transparenz als die medialen Interpretationen, die zahlreich kursieren und verbreitet werden. Lesen Sie einfach selbst nach, was auf dem deutschen Synodalen Weg wirklich beschlossen wird!

Sehr geehrte Bischöfe und Kardinäle, wir bitten Sie: Lesen Sie die Zusammenfassungen der Original-Zitate aus den Beschlüssen des deutschen Synodalen Weges und nehmen Sie, wenn es Ihnen nötig erscheint, dazu Stellung. Als katholische Laien in Deutschland wollen wir die Einheit der Universalkirche bewahren und bitten um Ihr Gebet und Ihre Unterstützung.

Ihre Initiative „Neuer Anfang“ aus Deutschland.


 

Synodale Zitate: Laieninitiative "Neuer Anfang" hat aussagekräftige Zitate ausgewählt.
Foto: Neuer Anfang | Die Laieninitiative "Neuer Anfang" hat die Synodaltexte ausgewertet und aussagekräftige Zitate ausgewählt.

 

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