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Deutsche Bischöfe rufen zum Gebet für Benedikt XVI. auf

Bischofskonferenz veröffentlicht von Bätzing verfasstes Gebet für Benedikt. Mehrere Bischöfe schließen sich dem Gebetsaufruf des Papstes an.
Benedikt XVI. bei seiner letzten Generalaudienz auf dem Petersplatz im Vatikan
Foto: Christian Gennari | Papst Benedikt XVI. bei seiner letzten Generalaudienz auf dem Petersplatz im Vatikan am 27. Februar 2013.

Die katholischen deutschen Bischöfe rufen zum Gebet für den emeritierten Papst Benedikt XVI. auf, dessen Gesundheitszustand sich am Mittwoch verschlimmert hat. Er schließe sich dem Gebetsaufruf von Papst Franziskus an, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Limburger Bischof Georg Bätzing, am Mittwochmittag auf Anfrage der „Katholischen Nachrichtenagentur“ (KNA).

"Meine Gedanken sind beim emeritierten Papst"

Wörtlich sagte Bätzing: „Meine Gedanken sind beim emeritierten Papst. Ich rufe die Gläubigen in Deutschland auf, für Benedikt XVI. zu beten.“ Auf ihrer Website veröffentlichte die DBK dazu ein Gebet, das der Konferenzvorsitzende Bätzing verfasst hat: „Jesus, unser Heiland und Erlöser, dessen Geburt wir in diesen Tagen feiern. Wir bitten dich für unseren Papst em. Benedikt: Steh ihm in seiner Krankheit und Schwäche bei. Lass ihn deine tröstende Nähe erfahren. Trage ihn, stärke ihn und zeige dich ihm als Licht in dunklen Stunden, das Hoffnung schenkt. Lass ihn die Verbundenheit so vieler Menschen spüren, die nun im Gebet für ihn eintreten. Wende dich ihm zu in deiner Güte und Menschenfreundlichkeit. Und wie du selbst mit großem Vertrauen gesprochen hast, so lass auch uns beten: Vater, dein Wille geschehe. Wir preisen dich jetzt und in Ewigkeit. Amen.“

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Auch der Passauer Bischof Stefan Oster schloss sich dem Gebetsaufruf des Papstes an. „Offenbar geht es Benedikt XVI. sehr schlecht. Ich war erst im November bei ihm und habe ihn dabei noch sehr wach erlebt“, so Oster in einer Mittelung auf der Bistumshomepage. Man habe aber spüren können, „dass er körperlich schon sehr geschwächt“ sei. „Wenn er nun noch schwächer wird, ist es leicht vorstellbar, dass er auf der letzten Etappe seines irdischen Weges ist“, so der Passauer Bischof.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer teilte mit, er habe mit „großer Sorge“ auf die Nachricht reagiert, dass der Gesundheitszustand des emeritierten Papstes sich verschlechtert habe. Auch Voderholzer schloss sich der Bitte von Papst Franziskus an, für Benedikt XVI. zu beten, ebenso der Kölner Erz­bischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Der Kardinal bat zudem darum, das Gebets­anliegen für den er­krank­ten emeri­tierten Papst Benedikt XVI. in per­sön­lichen Gebeten und in allen Gottes­diens­ten aufzu­greifen. Am Nachmittag teilten auch die Bischöfe Hanke, Jung und Marx das Gebetsanliegen des Papstes.  DT/mlu

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