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Kommentar um "5 vor 12": Katholiken müssen sich in die Kulturkämpfe einbringen

Der Ausgang der US-Wahl ist noch völlig offen. Auch wenn sich für Katholiken kein Ausweg aus der massiven Spaltung abzeichnet, müssen sie aktiv auf die gesellschaftspolitischen Debatten einwirken.
Präsidentschaftswahlen in den USA
Foto: Courtney Talak (The Daily News/AP) | Wähler füllen ihre Stimmzettel aus: Die große Zahl an Briefwahlstimmen schafft zum jetzigen Zeitpunkt noch einen beträchtlichen Unsicherheitsfaktor – alles ist möglich.

Wieder einmal haben die Demoskopen mächtig daneben gegriffen. Bei der US-Präsidentschaftswahl wird es definitiv keinen Erdrutschsieg für den demokratischen Kandidaten Joe Biden geben. Im Gegenteil: Noch verharren die USA zwar im Unklaren, wer ab dem kommenden Jahr im Weißen Haus leben darf, für Amtsinhaber Donald Trump sieht es derzeit aber etwas günstiger aus. Die große Zahl an Briefwahlstimmen schafft zum jetzigen Zeitpunkt noch einen beträchtlichen Unsicherheitsfaktor – alles ist möglich.

Spaltung macht auch vor Katholiken nicht Halt

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Die immense gesellschaftliche Spaltung, das lässt sich schon jetzt feststellen, ist nicht herbeigeredet – sie ist real. Das spiegelt sich auch im Wahlverhalten der US-Bürger wieder. Und sie macht auch vor Katholiken nicht Halt. Prominente Glaubensvertreter, wie etwa der Theologe und Biograph des polnischen Papstes Johannes Paul II., George Weigel, haben die Wahl mit Bauchschmerzen betrachtet. Denn keiner der beiden Kandidaten ist ein katholisches Aushängeschild. Als christlicher Wähler muss man daher zu Kompromissen bereit sein. Für Biden spricht die Form und das Auftreten, für Trump in großen Teilen der Inhalt. Wer auch immer als Sieger hervorgehen wird, die Fronten werden sich wohl auch unter amerikanischen Christen noch weiter verhärten.

Aus diesem Dilemma zeichnet sich derzeit keine Lösung ab. Die Kulturkämpfe um Abtreibung, gleichgeschlechtliche Ehe, politische Korrektheit, Einwanderung oder Gewissensfreiheit toben heftiger denn je. Welche Position man als Katholik auch einnehmen mag: Auch auf die Gefahr hin, sich in einem politisch aufgeheizten Klima zu verlieren, müssen sie sich aktiv in die die Streitfragen einbringen.

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Donald Trump oder Joe Biden? Was dürfen sich Christe in den kommenden vier Jahren von den beiden Kontrahenten erwarten? Lesen Sie ein ausführliches Thema der Woche in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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Maximilian Lutz Christen Donald Trump Joe Biden Johannes Paul Johannes Paul II. Katholikinnen und Katholiken Katholizismus Paul II. Päpste

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