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Römische Erinnerungen: Ihr Cicerone war ein Monsignore

Ingrid von Kruse beschreibt in ihrem neuen Rom-Buch, wie ihre Bilder aus der Ewigen Stadt entstanden: aus dem Zusammenspiel von Gelegenheit und fotografischem Blick, aus Netzwerk und Netzhaut.
Ingrid von Kruse in ihrem Arbeitszimmer, auf dem Schreibtisch ihr Foto von Kardinal Casaroli.
Foto: Brinker | Ingrid von Kruse in ihrem Arbeitszimmer, auf dem Schreibtisch ihr Foto von Kardinal Casaroli.

Vitalität und Präsenz, ein hohes Aufmerksamkeitslevel selbst in langen Gesprächen und ihr phänomenales Gedächtnis: Dass die große Fotografin Ingrid von Kruse mittlerweile 90 Jahre alt geworden ist, vergisst man in ihrer Gegenwart schnell. Mit ihr zu plaudern ist ein Vergnügen. An den Wänden ihrer hellen, Hamburger Wohnung im feinen Villenviertel von Harvestehude nahe der Außenalster hängen eigene Fotos – und zwei abstrakt-seichtfarbige Werke ihrer Dozentin an der Essener Folkwang-Schule. Ein Künstlerleben: Auf ihre Abstammung von einem großen Bauernhof bei Lübeck ist sie ein wenig stolz, auf die künstlerische Karriere noch mehr. Dabei wurde von Kruse erst in späteren Jahren zur Fotografin.

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