Der 11. September 2001 war ein Dienstag. Tags darauf sollte auf dem Petersplatz die reguläre Mittwochsaudienz stattfinden. Doch sie wurde anders als die gewohnten. Johannes Paul II. bat die Menschenmenge, als Zeichen der Trauer auf jeden Applaus zu verzichten. Die gesamte Audienz gestaltete er im Zeichen der Ereignisse vom Vortag. Er verurteilte die Anschläge als Terror, versprach, den Betroffenen und Hilfskräften nahe zu sein, sagte sogar, er „umarme“ sie, formulierte zum Abschluss aber auch eine geopolitisch weitsichtige Fürbitte: „Für die Verantwortlichen der Nationen, dass sie sich nicht von Hass und einem Geist der Vergeltung leiten lassen.“ Mit dem 11. September war ins breite Bewusstsein gerückt, dass ...
Begegnungen, die reinigen und bereichern
Der 11. September 2001 rückte ins Bewusstsein, dass Religionen sich missbrauchen lassen, aber auch einen Dienst am Frieden leisten können.
