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Im „Blutsauger“ erkannte er sich selbst

Am 18. Juli 1566 starb Bartolomé de Las Casas. Der Dominikaner setzte sich nach der Eroberung Lateinamerikas als Missionar und Bischof für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein.
Bartholomé de Las Casas
Foto: gemeinfrei / wikimedia commons | Bekannt für seine Verteidigung der amerikanischen Indios: Bartholomé de Las Casas

Juli 2015: Papst Franziskus besucht Bolivien. In seiner Ansprache beim „Welttreffen der Volksbewegungen“ auf dem Messegelände „Expo Feria“ in Santa Cruz de la Sierra sprach Franziskus über den Kolonialismus. Er geißelt dessen neue Erscheinungsformen und bittet – im Namen der Kirche – für den historischen Kolonialismus um Entschuldigung: „Wir sagen also Nein zu den alten und neuen Formen der Kolonialisierung. Wir sagen Ja zur Begegnung von Völkern und Kulturen. Selig, die für den Frieden arbeiten. Und hier möchte ich bei einem wichtigen Thema innehalten. Es könnte nämlich jemand mit Recht sagen: ,Wenn der Papst von Kolonialismus redet, vergisst er gewisse Handlungen der Kirche‘.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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