In der populären Geschichtsschreibung werden einschneidende Ereignisse gerne mit bestimmten Daten in Verbindung gebracht. Dabei gibt es jedoch immer eine Vorgeschichte und eine Nachwirkung; so wie etwa der Dreißigjährige Krieg nicht aus heiterem Himmel mit dem Prager Fenstersturz begann oder nach dem Westfälischen Frieden folgenlos geblieben wäre, der immerhin das Völkerrecht bis zur Französischen Revolution prägte.
Ein Streit mit Folgen
Zwischen dem deutschen König Heinrich IV. und Papst Gregor VII. krachte es: Der Investiturstreit, vor allem seine Lösung durch das Wormser Konkordat, hat das Verhältnis zwischen Staat und Kirche im Abendland dauerhaft geprägt.
