Wenn die Hirten den Geruch der Schafe haben, ist das – nach Papst Franziskus – eine gute Sache. Insofern gute Voraussetzungen für das Stelldichein zwischen Klerikern und Politikern am Mittwochabend in der Hauptstadt. Bundeskanzler Friedrich Merz, der gleichentags der AfD vorwarf, „ethnische Säuberungen“ zu planen, war zwar nicht dabei. Aber trotzdem dürfte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, seine Zuhörer (in der ersten Reihe saß etwa der ehemalige Linke-Ministerpräsident Bodo Ramelow) durchaus treffend eingeschätzt haben, als er sich bei seiner Rede auf dem St.-Michael-Empfang vor dem politischen Berlin als „wie viele hier im Saal … sprachlos“ angesichts des ...
Religion ist keine Privatsache
Im postsäkularen Zeitalter noch nicht angekommen? Der fromme neue DBK-Vorsitzende spricht auf dem St.-Michael-Empfang lieber nicht über seinen Glauben. Schade.
