Talkshows

Norbert Röttgen ist neuer „Talkshow-König“

Außenpolitik dominierte 2022 die Talkshows - weswegen Karl Lauterbach das Nachsehen hat.
Norbert Röttgen,
Foto: IMAGO/Klaus W. Schmidt (www.imago-images.de) | Norbert Röttgen wurde von MEEDIA zum neuen Talkshowkönig gekrönt. Er löst damit Karl Lauterbach ab.

Der CDU-Politiker Norbert Röttgen hat in diesem Jahr Karl Lauterbach als Talkshowkönig abgelöst. War im vergangenen Jahr der Bundesgesundheitsminister mit 40 Auftritten in deutschen Talkshows auf Platz Eins, löste ihn laut „Meedia“ in diesem Jahr der CDU-Sicherheitspolitiker mit 21 Auftritten ab. Knapp dahinter schafften es WELT-Journalist Robin Alexander mit 19 Auftritten auf den zweiten und SPD-Chef Lars Klingbeil mit 18 Auftritten auf den dritten Platz. Auf die drei diesjährigen Spitzenreiter folgen Kevin Kühnert (SPD) und Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) mit jeweils 17 sowie Omid Nouripour (GRÜNE), die Journalistin Helene Bubrowski und Karl Lauterbach mit je 15 Einladungen.

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Seit 2010 veröffentlicht das Medienportal „MEEDIA“ alljährlich ein Ranking der am häufigsten eingeladenen deutschen Talkshow-Gäste. Ausgewertet werden dazu die Sendungen „Anne Will“, „Hart aber fair“, „Maischberger“, „Maybrit Illner“ und „Markus Lanz“. Röttgen schaffte es dabei erstmalig auf den ersten Platz. Die CDU ist die Partei mit den meisten Talkshow-Königen. Dahinter liegen die Grünen gefolgt von SPD, die Linke und FDP.

Die Talkshow-Monokultur hält an

Auffällig sei laut „MEEDIA“ in diesem Jahr, dass sehr viele Gäste sehr oft zu den fünf ausgewerteten Sendungen eingeladen gewesen seien. Gleich 22 von 544 Talkshow-Gästen kamen so auf zehn und mehr Auftritte. Unter den Parteien liegt dieses Jahr die SPD mit 134 Talkshow-Gästen auf dem ersten Platz. Die letztjährigen Tabellenführer CDU und CSU rutschen hingegen mit 123 Gästen auf Platz zwei. Darauf folgen die Grünen mit 85 und die FDP mit 80 Gästen. Schlusslichter sind die Partei die Linke mit 33 und die AfD mit zwei Einladungen.

Ukrainekrieg schlägt Corona

Thematisch stand das Talkshow-Jahr 2022 im Zeichen des russischen Überfalls auf die Ukraine und seiner Folgen. Dabei hat „MEEDIA“ für die Themenauswertung nur jene drei der fünf Talkshows ausgewertet, die ein festes Gesprächsthema haben. In den 105 Ausgaben von „Anne Will“, „Hart aber fair“ und „Maybrit Illner“ wurde dabei 46 mal über den russischen Krieg in der Ukraine gesprochen, weitere 19 mal über die daraus resultierende Energiekrise, fünfmal über die Inflation und dreimal über die Lage der ukrainischen Flüchtlinge. Entsprechend der veränderten thematischen Schwerpunktsetzung seien laut „MEEDIA“ Außenpolitiker wie Norbert Röttgen und Sicherheits-Experten – wie Claudia Major und Carlo Masala, die ebenfalls zu den Top 20 der Talkshow-Gäste zählen – viel häufiger zu sehen gewesen. Röttgens Krönung komme daher nicht allzu überraschend, so das Medienportal. DT/mcf

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