Norbert Röttgen
Norbert Röttgen (*2. Juli 1965) ist ein deutscher Politiker (CDU), Rechtsanwalt und Bundestagsabgeordneter. Er ist aktuell stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit Zuständigkeit für Außenpolitik, Verteidigung, Menschenrechte und den Europarat. Zuvor war er unter anderem Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages.
Steckbrief
| Merkmal | Information |
| Geburtsname | Norbert Alois Röttgen |
| Geburtsdatum | 2. Juli 1965 |
| Geburtsort | Meckenheim, Nordrhein-Westfalen |
| Aktuelles Amt/Funktion | Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion; Mitglied des Deutschen Bundestages |
| Partei | Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) |
| Staatsangehörigkeit | Deutsch |
| Ausbildung | Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bonn; Erstes Staatsexamen (1989), Zweites Staatsexamen (1993), Promotion zum Dr. jur. (2001) |
Karriere und Werdegang
Norbert Röttgen wurde am 2. Juli 1965 in Meckenheim geboren. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Nach den beiden juristischen Staatsexamina wurde er 1993 als Rechtsanwalt zugelassen; 2001 promovierte er zum Dr. jur.
Der CDU trat Röttgen 1982 bei. Früh engagierte er sich in der Jungen Union und war von 1992 bis 1996 Landesvorsitzender der Jungen Union Nordrhein-Westfalen. Seit der Bundestagswahl 1994 gehört er dem Deutschen Bundestag an. Zunächst arbeitete er vor allem auf dem Gebiet der Rechts- und Innenpolitik und war unter anderem rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Christlich-Demokratischer Juristen.
Im Februar 2005 wurde Röttgen Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Nach der Bundestagswahl 2009 berief Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn zum Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Während seiner Amtszeit fiel insbesondere die energiepolitische Neuorientierung Deutschlands nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011, einschließlich des beschleunigten Atomausstiegs.
2012 trat Röttgen als CDU-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen an. Nach der Wahlniederlage wurde er als Bundesminister entlassen. Anschließend verlagerte er seinen politischen Schwerpunkt auf die Außen- und Sicherheitspolitik. Von 2014 bis 2021 leitete er den Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages und profilierte sich insbesondere in Fragen der europäischen Außenpolitik, des transatlantischen Verhältnisses sowie der Russland- und China-Politik.
2021 kandidierte Röttgen für den Vorsitz der CDU, unterlag jedoch Armin Laschet. Auch im Vorfeld der Wahl des CDU-Vorsitzenden 2022 gehörte er zu den prägenden Persönlichkeiten der parteiinternen Debatte. Seit der Bundestagswahl 2025 ist er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und verantwortet dort die Bereiche Außenpolitik, Verteidigung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Menschenrechte und Europarat. Daneben ist er weiterhin direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis II.
Positionen/Themen
Norbert Röttgen befasst sich schwerpunktmäßig mit der Außen-, Europa- und Sicherheitspolitik.
Europäische Handlungsfähigkeit: Röttgen setzt sich für eine stärkere gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union sowie für eine größere strategische Eigenständigkeit Europas ein.
Transatlantische Partnerschaft: Die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Europa und den Vereinigten Staaten gehört zu den zentralen Themen seiner politischen Arbeit.
Unterstützung der Ukraine: Röttgen befürwortet eine umfassende politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Unterstützung der Ukraine.
Sicherheitspolitische Rolle Deutschlands: Er fordert eine stärkere sicherheits- und verteidigungspolitische Verantwortung Deutschlands innerhalb Europas und der NATO.
Internationale regelbasierte Ordnung: Röttgen setzt sich für den Schutz internationaler Regeln, Bündnisse und Institutionen sowie für die Verteidigung demokratischer Werte ein.
Russland- und China-Politik: Er tritt für eine strategische Auseinandersetzung mit autoritären Staaten wie Russland und China und für eine abgestimmte europäische Politik gegenüber diesen Staaten ein.
Klima- und Energiepolitik: Aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Bundesumweltminister gehören auch klima- und energiepolitische Fragen weiterhin zu seinen politischen Schwerpunkten.
Werke/Publikationen
„Und trotzdem. Was ich von unserer Demokratie halte“ (2024)
Fragen und Antworten (FAQ)
Wer ist Norbert Röttgen?
Norbert Röttgen ist ein deutscher CDU-Politiker, Rechtsanwalt und seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Wann wurde Norbert Röttgen geboren?
Er wurde am 2. Juli 1965 in Meckenheim geboren.
Welche Funktion hat Norbert Röttgen aktuell?
Er ist stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Bundestagsabgeordneter.
Welcher Partei gehört Norbert Röttgen an?
Er ist Mitglied der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU).
Welche Ämter hatte Norbert Röttgen zuvor?
Er war Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages.
Welche Themen prägen die Arbeit von Norbert Röttgen?
Schwerpunkte sind Außen- und Sicherheitspolitik, Europa, transatlantische Beziehungen, internationale Ordnung sowie Klima- und Energiepolitik.
Abschließende Hinweise
Diese Biografie gibt den Stand bis Juli 2026 wieder.














