Bekehrung

Hollywood-Größe zum katholischen Glauben konvertiert

Schauspieler Shia LaBeouf hat in einem Interview seine Konversion zum katholischen Glauben bekannt gegeben.
Schauspieler Shia LaBeaouf, bekannt aus Filmen wie "Transformers" und "Honey Boy", hat sich zum katholischen Glauben bekehrt.
Foto: via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Schauspieler Shia LaBeaouf, bekannt aus Filmen wie "Transformers" und "Honey Boy", hat sich zum katholischen Glauben bekehrt.

Schauspieler Shia LaBeouf hat sich in einem Interview mit dem US-amerikanischen Bischof Robert Barron zum katholischen Glauben bekannt. LaBeouf, bekannt aus Franchises wie „Transformers“ oder „Indiana Jones“, gab an, sich bei der Vorbereitung auf seine Rolle als Pater Pio in einem bevorstehenden Film bekehrt zu haben.

 

 

Pater Pios Zelebration der heiligen Messe habe LaBeouf beeindruckt: „Am Ende der Messe war Pater Pio erschöpft, er weinte und schwitzte – er war ein Mann, der in den Kampf zog.“ LaBeouf habe daraus eine Parallele zu sich gezogen: „Schauspieler und Priester sind sich dahingehend ähnlich, dass sie völlig in eine immersive Erfahrung eintauchen“, so LaBeouf im Interview.

Laut LaBeouf sei es letztlich die alte Messe gewesen, die ihn zur Bekehrung bewegt habe. „Ich hatte immer Glaube, aber keine Verbindung, keine Gemeinschaft mit Gott“, erklärte LaBeouf. Die neue Messe habe sich oft so angefühlt, „als wollte mir jemand ein Auto verkaufen.“ Gerade die Sprachbarriere über das Kirchenlatein habe dazu geführt, dass LaBeouf in die Liturgie eintauchen konnte. „Wenn man jedes Wort versteht, ist es leicht, innerlich immer Argumente anzuführen. Das hält einen davon ab, die intellektuelle Dimension zu verlassen.“

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Der Schauspieler war im Vorfeld des Filmes mit mehreren Skandalen konfrontiert gewesen. Im letzten Jahr war LaBeouf wegen Diebstahls und Körperverletzung angeklagt worden. Nur einige Monate später verklagte ihn seine Ex-Freundin und Popstar FKA Twigs wegen angeblich missbräuchlichen Verhaltens.

Im Interview bezeichnete LaBeouf diese Zeit als die dunkelste seines Lebens. Er habe mit Selbstmordgedanken und Gefühlen der Ohnmacht gerungen. Hoffnung habe ihm letztlich die Erfahrung des katholischen Glaubens gegeben. „Ich fing an, Erfahrungen von anderen verdorbenen Menschen zu hören, die ihren Weg [in die Kirche] gefunden hatten“, sagte LaBeouf dem Bischof. Das habe ihm Hoffnung gegeben.

Der Film „Padre Pio“ von Regisseur Abel Ferrera feiert im September 2022 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig seine Premiere. DT/sdu

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