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Wider das Verschwörungsdenken 

Das Selbstverständnis von Missionaren verdient es, ernst genommen zu werden. Es entspringt dem Glauben an die Nachfolge Christi. 
Wer in christlicher Mission nur Verschwörung und böse Absichten sieht, übersieht das lebendige Zeugnis vieler Missionare.
Foto: IMAGO/imageBROKER/Patrick Daxenbichler (www.imago-images.de) | Wer in christlicher Mission nur Verschwörung und böse Absichten sieht, übersieht das lebendige Zeugnis vieler Missionare.

In einem wissenschaftlichen Werk über die Zeit der Missionierung Mexikos stieß ich auf eine groteske Charakterisierung der Lockerung des Fastengebots, die Papst Paul III. im Jahr 1537 den Indianern gewährte, weil diese das strenge Fasten schlecht vertrugen. Diese auch in anderen Zusammenhängen übliche Rücksichtnahme des kirchlichen Gesetzgebers auf spezielle Gegebenheiten wird vom Autor des Buches nicht als Ausdruck humanitärer Gesinnung, sondern als Diskriminierung gedeutet.  Solche Missdeutungen sind manchmal ein Indiz für ein Verschwörungsdenken, das hinter jeder Maßnahme ein egoistisches Streben nach Macht wittert. Gerade die katholische Kirche ist solchem Verdacht immer wieder ausgesetzt. Ihre Missionstätigkeit wird als Teil ...

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