Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch …“. Mit dieser Mahnung wendet sich der heilige Apostel Paulus an die Gemeinde von Korinth. „Ich halte zu Paulus“, sagte da jemand. „Ich zu Apollos“, einem Missionar aus Alexandrien, der im Einvernehmen mit Paulus wirkte. „Ich halte zu Kephas“, meinten andere, also zu Petrus, der damit offenbar gegen Paulus ausgespielt wird. Andere wiederum sagten: „Ich halte zu Christus“. Diese Spaltungen gab es innerhalb der gleichen Gemeinde. Eine noch schlimmere Spaltung geschieht dann, wenn es Gruppen von Christen gibt, die institutionell voneinander getrennt sind in ihrem Glauben und in der Leitung. Wenn wir an der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen teilnehmen, dann bekunden wir unseren Willen, die Spaltungen zu überwinden. Ist das möglich?
Angesichts der Spaltungen in Korinth fragt Paulus: „Ist denn Christus zerteilt? Wurde etwa Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden?“ Es gibt nur einen Christus, der für uns am Kreuz gestorben ist; wir alle sind auf den Namen Christi getauft worden. Durch die eine Taufe sind wir Glieder des einen geheimnisvollen Leibes, der Kirche (1 Kor 12); wir alle werden genährt mit dem eucharistischen Leib Christi, der uns zur Einheit verbindet (1 Kor 11).
Die apostolische Sukzession steht im Dienst der Kirche
Der Glaube an Christus, die Taufe und die Feier der Eucharistie setzen die Gemeinschaft der Kirche voraus. Darüber schrieb Papst Klemens aus Rom um das Jahr 96 einen wichtigen Brief an die Korinther: „Die Apostel empfingen die frohe Botschaft für uns vom Herrn Jesus Christus; Jesus, der Christus, wurde von Gott gesandt. Christus kommt also von Gott, und die Apostel kommen von Christus her; beides geschah demnach in schöner Ordnung nach Gottes Willen. So predigten sie in Stadt und Land und setzten ihre Erstlinge nach vorhergegangener Prüfung im Geiste zu Bischöfen und Diakonen für die künftigen Gläubigen ein“. Die Apostel setzten die „Genannten ein und gaben dabei Anweisung, es sollten, wenn sie stürben, andere erprobte Männer deren Dienst übernehmen“. Es ist darum eine schwere Sünde, die von ihrem bischöflichen Amt abzusetzen, „die untadelig und fromm die Opfer darbrachten“.
Dieser Text definiert die „Apostolische Nachfolge“. Dabei hat der Nachfolger des heiligen Petrus eine besondere Rolle. Alle anderen Ortskirchen müssen sich in Gemeinschaft mit ihm befinden. Der Katechismus weist darauf hin, dass die Kirche insgesamt apostolisch ist. Deshalb steht die apostolische Sukzession im Dienst der Kirche. Dies kommt vor allem in der Praxis zum Ausdruck, dass ein Bischof für den Dienst in einer bestimmten Ortskirche geweiht wird. Dann schauen die Menschen, um die Worte der ersten Lesung und des Evangeliums zu gebrauchen, ein helles Licht, das die Dunkelheit erhellt.
Jesaja 8,23b–9,3
1 Korinther 1,10–13.17
Matthäus 4,12–23
Zu den Lesungen des 3. Sonntags im Jahreskreis 2026 (Lesejahr A)
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