Der letzte Vorhang des deutschen Synodaltheaters ist gefallen. Auf der sechsten Synodalversammlung zeigte sich die Kirche von ihrer trostlosesten Seite. Schuldzuweisungen, Nörgeleien, Vorwürfe, Anmaßungen und ungerechte Urteile zogen sich durch die Debatten. Welcher Pfarrer könnte sich solche Auftritte gegenüber seiner Gemeinde erlauben? Welcher Pfarrgemeinderat fände noch Kandidaten, wenn er ähnliche Szenen vollführte? Nicht einmal die Synodalen selbst glauben an die Wirksamkeit ihres Tuns. Warum sollten die Missbrauchsbetroffenen, denen vor sechs Jahren ein Neuanfang lautstark versichert wurde, von dem synodalen Treiben überzeugt sein?
Missmut kommt vor dem Fall
Vor der Vollversammlung der Bischöfe hat die römische Kurie das Heft in der Hand. Der synodale Irrweg braucht eine klare Korrektur.
