Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Essay

„Stärke erwächst aus Selbstüberwindung“ 

Während Putin Stärke durch Machtdemonstration verkörpert, zeigt Selenskyj die Macht der Selbsthingabe. Diese Hingabe hat Jesus am Kreuz vorgelebt.
Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj
Foto: dpa | Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt, was wahre Stärke ist: Selbsthingabe und der Dienst am anderen.

In ihrer kommenden Ausgabe befasst sich die Tagepsost in einem Essay mit dem Thema Stärke. "Starker Präsident - starkes Land", prangte 2018 von den Wahlplakaten auf den russischen Straßen. Doch mit seiner Machtdemonstration durch Unterdrückung und Angriff auf andere offenbart der russische Präsident Wladimir Putin vielmehr Schwäche als Stärke. Denn dadurch zeigt Putin, dass er letztlich nur Diener seines Egoismus ist, Getriebener seines Selbsterhaltungsinstinkts. Dieser Instinkt, der sagt: „Denk zuerst an dich!“ ist in jedem von uns verankert. 

Selenskyj zeigt, was Selbsthingabe bedeutet

Die Kernthese des Beitrags: Stärke zeigt nicht, wer auf diese Stimme hört, Stärke zeigt nicht, wer sich selbst erhöht, sondern wahre Stärke zeigt, wer eigene Bedürfnisse für das Wohl anderer zurückstellen und andere ermutigen kann, ohne sich dadurch selbst unzulänglich zu fühlen, wer anderen dienen kann, im Wissen, dass er nicht durch die Selbsterhöhung groß werde, sondern vielmehr durch die Überwindung seiner selbst. Wer dies aktuell besonders gut vor Augen führt ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. 

Lesen Sie auch:

Aber nur einer hat dieses Prinzip bis zur Vollendung gelebt: Jesus Christus. Durch seine Hingabe am Kreuz, mit der er Schuld in Unschuld verwandelt, Tod in Leben, verhöhnt er unser Verständnis von Stärke und zeigt, dass sie doch eigentlich Schwäche und unser Verständnis von Schwäche doch eigentlich Stärke ist. Letztendlich haben nur Selbsthingabe und Liebe die Macht, die Menschen für sich zu gewinnen, Gewalt und Zwang aber entfernten die Menschen von einem. Durch seine radikale Selbsthingabe führt Christus den Menschen ihren eigenen Egoismus und ihre Schwäche vor Augen. DT/vwe

Welche zwei Wege es gibt, mit der Konfrontation der eigenen Schwäche umzugehen, lesen Sie in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.  

Themen & Autoren
Vorabmeldung Jesus Christus Kreuz Wladimir Wladimirowitsch Putin Wolodymyr Selenskyj

Weitere Artikel

Während Donald Trump der Ukraine immer neue Zugeständnisse abringt, führt Wladimir Putin seinen Eroberungskrieg ungebremst weiter.
17.12.2025, 11 Uhr
Stephan Baier
Neuwahlen im Krieg? Das wäre im Fall der Ukraine verfassungswidrig und undurchführbar, aber US-Präsident Donald Trump insistiert darauf, also erklärt sich Präsident Selenskyj dazu bereit.
11.12.2025, 16 Uhr
Stephan Baier
Wladimir Putin hat an einem Wiedersehen mit Donald Trump derzeit kein Interesse. Dessen Zugeständnisse und Alleingänge sind ihm aber willkommen.
22.10.2025, 18 Uhr
Stephan Baier

Kirche

Peter Kohlgraf ist „gerne Bischof von Mainz“, könnte sich aber wohl auch den DBK-Vorsitz vorstellen. Zumindest geizt er vor der Wahl nicht mit geschickten Positionsbestimmungen.
13.02.2026, 15 Uhr
Jakob Ranke
Nach Treffen zwischen Fernández und Pagliarani lässt der Vatikan verlauten: Bischofsweihen würden ins Schisma führen. Stattdessen soll ein Dialog theologische Differenzen klären.
12.02.2026, 15 Uhr
Guido Horst
Die Gebote sollen keine Überforderung sein, sondern ein Hilfe für die Christen, ihre eigene Berufung zu leben. Christsein ist schließlich kein Moralismus.
14.02.2026, 21 Uhr
Martin Grichting